Mit der Neusiedler See Card auf Zeitreise: Dorfmuseum Mönchhof

[Werbung*] „30. April 1950. Liebes Tagebuch! Heute war ein sehr langer Tag. Ich bin schon um 5 Uhr aufgestanden und mit dem Zug nach Mönchhof gefahren.

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Kultur, Natur und Genuss – pannonische Vielfalt beim Neusiedler See

[Werbung*] Ihr kennt das sicher. Ein Städtetrip steht an und überall wird mit der Städte-Card geworben. Diese kostet oft nicht wenig Geld und deshalb beginnt das große Rechnen. Rentiert sich der Erwerb einer solchen Karte? Ich musste für mich schon des Öfteren feststellten, dass es das nicht immer tut. Sie beinhaltet alle öffentlichen Verkehrsmitteln, aber die Sehenswürdigkeiten und das Hotel sind so zentral gelegen, dass ich eigentlich gar nicht in ein Öffi einsteigen muss. Die inkludierten Öffis kann ich gebrauchen, aber die wirklich teure Bergbahn ist nicht dabei und außerdem stellt sich heraus, dass nur 5 Fahrten von der Karte gedeckt sind. Es gibt eine satte Ermäßigung für die Museen, aber die Karte rentiert sich nur, wenn man auch wirklich mehrere davon besucht. Ihr seht schon – mein Verhältnis zu solchen Karten ist etwas ambivalent. Dementsprechend war ich schon gespannt, was man mit der Neusiedler See Card so alles erleben und sich v.a. auch sparen kann.

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FlugenteOnTour: Von Burgen, Pferden, Kraftwerken und Brücken – (Technische) Sehenswürdigkeiten in Písek

[Werbung*] In meinem letzten Beitrag hatte ich euch verraten, welche technischen Sehenswürdigkeiten es in und um Budweis gibt. Heute erkunden wir – wie versprochen – die ca. 50 km nördlich von Budweis gelegene Stadt Písek:

Písek – immer einen Schritt voraus

Von Prag aus wurde für ganz Böhmen ein Generalstreik für den 14.10.1918 geplant, im Rahmen dessen die Ausrufung der Selbständigkeit der Tschechoslowakei erfolgen sollte. Dieser Entschluss wurde durch Redner an die Bevölkerung kundgetan. Der Verantwortliche für Písek ließ die Einladung zum Streik in ein Theaterstück einbauen. Dadurch und durch die anschließende Mundpropaganda war nahezu die gesamte Stadt über den Termin 14.10. um 11:00 Uhr am Hauptplatz informiert. Seitens Prag wurde der Termin verschoben, jedoch drang diese Änderung nicht mehr bis Písek durch. Somit wurde in Písek zwei Wochen vor der offiziellen Staatsgründung die Unabhängigkeit der Tschechoslowakischen Republik erklärt, weshalb das heurige 100-Jahr-Jubiläum unter dem Motto „Písek – immer einen Schritt voraus“ gefeiert wird.
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FlugenteOnTour: Pferdeeisenbahn, Eliasstollen und eine Schleuse – technische Sehenswürdigkeiten in Budweis

[Anzeige*] Halt – hier geblieben! Technik muss nicht immer staubtrocken sein. Sie kann  megaspannend sein – nämlich dann, wenn man sie hautnah und mit allen Sinnen erlebt. Gemeinsam mit CzechTourism Austria und der Südböhmischen Zentrale für Tourismus habe ich mich auf die Suche nach technischen Sehenswürdigkeiten in Südböhmen gemacht und bin fündig geworden. Über die letzte erhaltene tschechische Kettenbrücke spazieren, mit dem Schiff eine Schleuse durchfahren oder sich durch einen Stollen schlängeln – das alles ist in Südböhmen möglich. Und ein paar Schlösser haben sich dazu geschummelt. Damit aus diesem Beitrag aber kein ganzer Roman wird, verrate ich euch heute nur meine in und um Budweis (České Budějovice) gelegenen Entdeckungen:

Von Linz bis Budweis und Gmunden – Auf den Spuren der Pferdeeisenbahn

Zwischen 1825 und 1832 erbaut, transportierte die Pferdeeisenbahn bis ins Jahr 1872 Personen und Waren von Budweis nach Linz (und ab 1836 weiter bis Gmunden). Sie war die älteste Eisenbahn Europas und die erste grenzüberschreitende Eisenbahn der Welt. Vielleicht hast du dich schon gefragt, was du dir denn unter einer „Pferdeeisenbahn“ vorstellen darfst. Im Grunde waren es besonders leichte Güterwägen, die wegen ihres geringen Gewichts mehr Fracht erlaubten. Die Räder waren aus Holz gefertigt und gezogen wurde der Wagen meist nur von einem Pferd; bei  steilen Stellen wurde ein zweites Pferd dazu gespannt. Anstelle von Eisenschienen gab es Holzschienen, auf denen Flacheisen mit handgeschmiedeten Nägeln befestigt waren. Das klingt alles sehr mühsam, für die damalige Zeit war die Fahrt mit der Pferdeeisenbahn im Vergleich zur holprigen Postkutsche aber eine angenehme Wohltat.

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FlugenteAmBerg: Ausflug nach Malta zur Leonhardhütte (Almcamp 2018)

Auf nach Malta

„Was machst du am Wochenende?“ „Ich fahr‘ nach Malta.“ „Nach Malta? Über das Wochenende?? Fahren???“ „Ja, mit dem Auto bin ich in gut 3 Stunden dort.“ Ich konnte meinem Gegenüber förmlich ansehen, wie die Fragezeichen immer mehr wurden. Die Verwirrung war groß, wenn ich von meinen Wochenendplänen berichtete. Aber das Rätsel war schnell gelöst. Malta ist eine kleine Gemeinde mit knapp 2.000 EinwohnerInnen im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten, die zum Teil zum Nationalpark Hohe Tauern gehört. Die Gemeinde umfasst 16 Ortschaften, eine davon ist „Maltaberg“ mit 70 EinwohnerInnen, Vierbeiner nicht mitgerechnet. „Und was machst du dort?“ „Hoffentlich viel Spaß haben beim Almcamp 2018 auf der Leonhardhütte am Maltaberg.“

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Besuch im Weinviertler Museumsdorf Niedersulz

[Werbung*] Gründer und Erbauer des Weinviertler Museumsdorfes Niedersulz ist Prof. Josef Geissler, seines Zeichens gebürtiger Niedersulzer, gelernter Kirchenmaler und leidenschaftlicher Sammler von „altem Glumpert“ seit frühester Jugend. Was im Jahr 1979 mit dem Bau des Weinviertler Streckhofes aus Bad Pirawarth begann ist heute zum Museumsdorf Niedersulz mit mehr als 80 Gebäuden angewachsen.

Josef Geissler ist im Übrigen die einzige Person, die auf dem Museumsareal wohnt. Ihm leisten jede Menge Tiere Gesellschaft, darunter zwei pensionierte Schweinderl aus der „Ja! Natürlich-Werbung“. Der „Lebende Bauernhof“ darf auch betreten werden und so können Kinder und Erwachsene die Tiere aus nächster Nähe beobachten.

Aber auch ein Blick in die oft üppig blühenden (Vor-)Gärten lohnt sich. Bei der Gartengestaltung wird besonders Wert auf eine ökologische Kultivierung und die Erhaltung alter Sorten gelegt.

Wer über die Türschwelle der Häuser tritt, macht eine kleine Zeitreise. Die Gebäude sind authentisch eingerichtet mit alten Möbeln, Geschirr aus Oma’s Küche und Werkzeugen aus einer anderen Zeit. Manchmal wird einem bewusst, dass so manche Tradition noch gar nicht so lange her ist.

Manche Gebäude beherbergen eine Sonderausstellung. So sind aktuell zu sehen:

  • Kummet-Ausstellung
  • Lehmbau-Ausstellung
  • Schul-Ausstellung
  • Evangelisch im Weinviertel
  • Bauernleben im Wandel – Von der Grundherrschaft zur modernen Agrarpolitik
  • Die Täufer im Weinviertel

Neben den vielen Höfen und Handwerkshäusern gehört aber natürlich auch eine Kirche zu einem Dorf dazu. Im Museumsdorf Niedersulz stehen sogar mehrere. Eine davon ist aber erst beim genaueren Hinsehen als solche erkennbar: die heimliche „Lutherische Kapelle“, deren Türe sich nicht zur Straße hin befinden durfte.

Was wäre ein Dorf ohne ein Wirtshaus? Richtig, kein Dorf. Also darf natürlich auch im Museumsdorf Niedersulz ein solches nicht fehlen. Beim Betreten des aus Poysdorf stammenden Gasthauses fällt sofort auf, dass sich vor der Ausschank ein Gitter befindet. Die Wirtsstuben dienten oft als Nachtlager für die Handelsmänner und das Gitter verhinderte, dass die Handelsleut‘ den Wirtstöchtern beim Ausschenken zu nahe kamen oder sich nach der Sperrstunde noch an der Schank bedienten. Heute sitzt man hier aber ohnedies auf dem Trockenen. Aber keine Sorge! Gleich daneben befindet sich das Dorfwirtshaus mit Gastgarten, welches regionale Schmankerl und klassische Hausmannskost kredenzt.

Wir wären außerdem nicht im Weinviertel, wenn es nicht auch im Museumsdorf Niedersulz eine Kellergasse mit einer Vinothek gäbe, in der man sich an den Wochenenden durch die Weinspezialitäten der Region kosten kann.

FlugentenFazit zum Weinviertler Museumsdorf Niedersulz

Wie lebten und arbeiteten die Menschen im Weinviertel im 18. und 19. Jahrhundert? Getreu dem Motto „Vermittlung von altem Wissen für eine neue Zeit“ ermöglicht das Museumsdorf Niedersulz Einblicke in das Leben anno dazumal. Gebäude wurden hier neu aufgebaut, die Gärten entsprechend den historischen Vorbildern angepflanzt und regelmäßig werden alte Handwerke wie Schmieden, Spinnen und Räuchern vorgeführt.

Museen können schnell einmal langweilig werden, bei Freilichtmuseen ist mir das noch nie passiert. Ich liebe es, durch die liebevoll gestalteten Dörfer zu schlendern und dabei alte Traditionen zu entdecken. Auch im Weinviertler Museumsdorf Niedersulz habe ich gemeinsam mit der Reisebloggerin Gudrun und der Kremserin Lucia bei strahlendem Frühlingswetter die kleine Zeitreise genossen und hätte wohl noch Stunden darin verbringen können. Gudrun und Lucia haben ebenfalls über unseren gemeinsamen Ausflug geschrieben – schaut vorbei!

Museumsdorf Niedersulz – Anreise

  • Auto: Weinviertler Museumsdorf Niedersulz, A – 2224 Niedersulz 250; Parkplätze vorhanden
  • Bus: Linie 420 von Wien Floridsdorf

Museumsdorf Niedersulz – Öffnungszeiten

  • 15.04. – 14.10.2019: täglich 09:30 – 18:00 Uhr (letzter Einlass: 17:00 Uhr)
  • 15.10. – 01.11.2019: täglich 09:30 – 17:00 Uhr (letzter Einlass: 16:00 Uhr)

Museumsdorf Niedersulz – Eintritt

  • Erwachsene: € 12,–
  • Kinder bis 18 Jahre: freier Eintritt
  • Ermäßigungen für Lehrlinge, Studierende, Grundwehr- und Zivildiener, Senioren, Inhaber von NÖ. Familienpass-Karten
  • einmaliger freier Eintritt mit der NÖ Card (ausgenommen Gruppen)

Übernachten kann man im Museumsdorf Niedersulz im Übrigen nicht. Für Hochzeiten oder sonstige Festlichkeiten ist jedoch die Anmietung einer Kapelle, eines Innenhofs oder des Foyers des Museumsportals möglich.

Mehr Informationen zum Museumsdorf Niedersulz

Museumsfrühling Niederösterreich im Museumsdorf Niedersulz

Anlässlich des jährlich stattfindenden Internationalen Museumstages geben über 35.000 Museen in 140 Ländern ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Auch in Österreich nehmen zahlreiche Museen daran teil. Alleine in Niederösterreich locken beim vom Museumsmanagement Niederösterreich organisierten „Museumsfrühling Niederösterreich“ über 100 Museen und Sammlungen u.a. mit Spezialführungen, Workshops, Buchpräsentationen und Konzerten die BesucherInnen an. Ob Museumsdorf Niedersulz, Karikaturmuseum Krems, Museum für Arbeits- und Zughunde oder das Erste Österreichische Computermuseum Bad Pirawarth – ich bin mir sicher, es ist auch für dich etwas dabei beim Museumsfrühling Niederösterreich! 

  • Nächster Termin des Museumsfrühlings Niederösterreich: 16. und 17.05.2020
  • Mehr Informationen zum Museumsfrühling Niederösterreich

*) Ich durfte im Hinblick auf den Museumsfrühling Niederösterreich auf Einladung der Museumsmanagement Niederösterreich GmbH das Museumsdorf Niedersulz besuchen. Herzlichen Dank! Das Flugentengeschnatter bleibt aber davon unbeeinflusst.

FlugenteOnTour: Komm‘ mit mir nach Skopelos!

Bei einem Urlaub auf Skiathos bietet sich ein Inselhopping vor allem zu Skopelos an. Die Überfahrt dauert je nach Fähre und Ziel (Glossa oder Skiathos Stadt) ca. 30 bis 90 Minuten. Diese Gelegenheit konnte sich die Flugente natürlich nicht entgehen lassen und so ging es für einen 2-Tages-Trip auf die mit einer Fläche von 96 km² fast doppelt so große Nachbarinsel Skopelos. Heute verrate ich euch ein paar (Ausflugs-)Tipps für euren Insel-Trip nach Skopleos:

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FlugenteOnTour: Mamma mia, oh wie schön ist Skiathos, Mamma!

Nicht einmal 50 km² groß ist Skiathos und obwohl die Insel damit im Mittelfeld der Stirnreihe der griechischen Inseln liegt, hatte ich anfangs Zweifel, ob ich es dort fast zwei Wochen aushalten werde. Und um es vorweg zu nehmen: nein, es wurde nicht langweilig, denn die Insel hat trotz ihrer geringen Größe Einiges zu bieten. Letzen Endes habe ich die Insel so sehr ins Herz geschlossen, dass ich mit meinem heutigen Beitrag an der Blogparade von Choices of Life teilnehme und Skiathos als Reisetipp für 2018 in die Runde werfe.

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FlugentenRoundUp: Jamaika – und die drei Fragezeichen???

Ja, es ist die alte Leier mit der Zeit. Gerade haben wir noch Weihnachten gefeiert und jetzt ist das neue Jahr schon wieder ein paar Wochen alt. Und schwups steht der nächste Urlaub vor der Türe. Lang herbeigesehnt, aber noch kaum vorbereitet. Nach Jamaika soll es gehen, Flug und Unterkunft sind schon lange gebucht, aber ansonsten bin ich noch ziemlich planlos. Also erst mal Reiseführer gekauft, und da gleich zwei verschiedene Exemplare. Doppelt hält schließlich besser. Die Zeit zum Lesen fand sich jedoch nicht mehr wirklich, aber für den 10-stündigen Flug brauche ich ohnedies etwas Lektüre. Aber so ganz ohne Ahnung, was es auf Jamaika so zu sehen gibt, wollte ich auch nicht in den Flieger steigen. Also war guter Rat teuer – einmal Wickie-like die Nase gerieben und schon war die Idee eines kleinen Round-ups geboren. Vielleicht war ja einer meiner Blogleser schon auf Jamaika oder hat jemand aus der Blogosphäre einen besonderen Insidertipp oder kann mir mein ganz privates Umfeld mehr über Land, Leben und Leute verraten?

Letzten Endes habe ich ein paar liebe Leute gefunden, die sich meiner erbarmt und mich mit ihren Jamaika-Erfahrungen und Tipps versorgt haben. Und es hat geholfen, meine Vorfreude ist dadurch gestiegen und ich kann es schon nicht mehr erwarten, in den Flieger zu steigen. Vorerst beamen wir uns aber mal alle gemeinsam nach JAMAIKA:

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FlugentenParade: Foto-Highlights aus dem 2. Halbjahr 2017

Bevor ich so richtig in das Reisejahr 2018 starte, gibt es heute im Rahmen der Fotoparade von Michael vom Blog Erkunde die Welt noch einen kleinen fotografischen Rückblick auf die letzten Reisemomente. Zum 6. Mal hat er dazu aufgerufen, in den Reisefotos des letzten Halbjahres zu wühlen und zu den vorgegebenen Kategorien das jeweils beste Foto auszuwählen. Bei dieser Ausgabe der Fotoparade gibt es nur eine Pflichtkategorie („Schönstes Foto“). Darüber hinaus hat Michael zehn Kategorien zur freien Auswahl gestellt; mindestens fünf dieser Freien Kategorien müssen bedient werden. Nachdem Entscheidungen treffen nicht unbedingt zu meinen Stärken zählt, werde ich euch einfach zu jeder Kategorie ein Bild *ähm* zwei Foto-Highlights zeigen – außer in der Kategorie „Schönstes Foto“, da darf nur eines rein.

Die Kategorien
Landschaft

Einer meiner Lieblingsstrände auf Skiathos ist der Kastro Beach. Solltet ihr mal dort sein, wünsche ich euch genau das (wohl seltene) Glück, das ich hatte, nämlich den Kastro Beach vereinsamt zu erleben. Sonne, Strand und Meer – Urlauberherz, was willst du mehr? Dass ich an diesem Tag auch noch Geburtstag hatte, machte das Urlaubsglück perfekt.

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