Waldness im Almtal … auf du und du mit dem Wald

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Endstation Grünau. Auf dem Weg ins Almtal.

19 x wird er stehen bleiben. Ein Zug, bei dem man noch den Halteknopf drücken muss, wenn man aussteigen will. Aber ich lasse mich zurück fallen in meinen Sitz und genieße die Aussicht auf die vorbeiziehende Landschaft, denn ich fahre bis zur Endstation. Mein Urlaub hat bereits begonnen … die Zeit scheint still zu stehen und meine Gedanken schweifen ab. Was werden die nächsten Tage wohl bringen? Waldness – was ist das? Werde ich mich darauf einlassen und die Alltagshektik hinter mir lassen können? Endstation Grünau im Almtal. Auf geht’s, lass uns Waldness spüren, riechen, fühlen und schmecken.

Waldness® – was ist das?

Wann bist du das letzte Mal durch den Wald spaziert, hast ihn mit all deinen Sinnen wahrgenommen, ihn als Lebensraum und nicht nur als Weg zum nächsten Ziel gesehen? „Shinrin-yoku“ nennen das die Japaner, wo Waldbaden schon eine lange Tradition hat und präventativ in der Gesundheitsvorsorge eingesetzt wird. Studien belegen, dass sich der Wald positiv auf unsere Gesundheit auswirkt: er stärkt das Immunsystem, hilft beim Abbau von Stress und fördert einen gesunden Schlaf. Grund dafür sind die Botenstoffe Terpene, die sich in der Waldluft befinden und die Aktivität unserer natürlichen Killerzellen um ca. 50 % steigern – dadurch sollen sie u.a. auch bei Angstzuständen und Burnout helfen. Im oberösterreichischen Almtal im Salzkammergut, einer der waldreichsten Regionen Österreichs, setzt man mit der noch jungen Marke Waldness® auf die Heilkraft des Waldes und bietet den Gästen allerlei spannende Ansätze, einmal bewusst den Wald zu erleben und dabei Erholung und Energie zu tanken. Gesunde Waldluft tief ein- und ausatmen, das Moos, die Erde und die Rinde in der Luft riechen, Kräuter schmecken, frisches Wasser genießen, in der Stille verharren oder dem nahen Bach lauschen. All das ist Waldness … und vieles mehr.

Insgesamt verzweigt sich das Erlebnis Waldness® in 11 Äste, ein paar davon durfte ich testen:

Wald.Pädagogik – Besuch in der Waldschule Almtal

Natürlich kann jeder alleine in den Wald gehen, aber es bereichert enorm, es zumindest einmal in Begleitung eines erfahrenen Waldpädagogen wie Fritz zu tun. Um aufmerksam zu werden auf die oft unscheinbaren Dinge im Wald, auf das kleine Pflänzchen, dass vielleicht einmal ein ganz großer Baum wird, auf die Bewohner, die hier leben oder die Blätter, die auch als Nahrung dienen können und jene, die so giftig sind, dass sie bereits in geringer Dosis zum Tod führen. Ganz ehrlich, ohne einen Experten wäre ich sonst nie auf die Idee gekommen, einmal ein Blatt eines Lindenbaums zu kosten! Ob Tannenwipferl sammeln, aus Pflanzen kreative Collagen basteln oder Holz hacken – hier lernst du die Vielseitigkeit des Waldes kennen.

Fritz Wolf verfügt als Jäger, Förster und Vater der Waldpädagogik über ein immenses Fachwissen und seine Begeisterung für den Wald ist ansteckend. Oder um es mit den Worten von A. Pangerl zu sagen: „Fritz ist für mich der Mensch gewordene Baum.“  

Wald.Wyda – das europäische Yoga der Kelten

Wyda, what? Zugegeben, ich hatte noch nie davon gehört. Was wird hier auf mich zukommen? Die keltischen Druiden gingen von verschiedenen Energiezentren aus, die mit langsamen Bewegungen und Atemübungen in Schwung gebracht werden können und so den Energiefluss harmonisieren sollen. Wyda [gespr. Wüda] soll dabei helfen, das Innere Gleichgewicht zu stärken sowie Konzentration und Wahrnehmung zu verbessern. So stehe ich entlang der Alm und versuche, anhand der Wyda-Übungen Ruhe zu finden. Ehrlich gesagt fällt es mir noch schwer – zu nah ist der Alltag und ich bin sowieso ein unruhiger Geist. Aber eine Übung hat es mir angetan, die ich gerne in meinen Alltag integrieren möchte. Und wer weiß, vielleicht finde ich doch noch meine Innere Ruhe?

Waldness®.Coach Kerstin Diensthuber ist TEM-Wyda Trainerin, Waldpädagogin sowie staatlich geprüfte Wander- und Schneeschuhführerin.

Wald.Baden – Latschenbad und Jodeln am Berg

Tri-e-ho-la-rei-ja-ho – Holla-re-di-ri-di-ri-di-ri – Holla-re-di-ri …. nein, ich versuche nicht, Japanisch zu lernen. Ich stehe gerade jodelnd am Berg, genieße den Blick auf das traumhafte Panorama und die Wiese tiefblauer Enzianblüten. Ich glaube, ich bin angekommen – oder besser gesagt: runter gekommen. Mitten in der Natur, meine Lunge vollgesogen mit gesunder Latschenluft. Alltagsstress, Sorgen und Ärger sind in diesem Moment vergessen. Waldness wirkt schon. Beim Singen atmen wir automatisch tief ein, sodass wir die Latschenöle besonders gut aufnehmen, die v.a. bei Atemwegserkrankungen helfen sollen. Also jodeln wir hier gleich mal kräftig mit – laut, falsch, aber mit Begeisterung :-)

Sabina hat uns an den idyllisch gelegenen Almsee zu einer kleinen Wanderung entführt. Bis auf ein paar Wanderer ist es ruhig hier. An heißen Sommertagen suchen aber zahlreiche Badegäste Abkühlung im frischen Almsee. Früher hieß der Almsee übrigens „Albensee“, abgeleitet von den Elben = Elfen. Dass deshalb noch heute Sagen über tanzende Wasserelfen erzählt werden, verwundert daher nicht und so dürfen wir der Geschichte über einen Schafhirten und dessen wundersame Begegnung mit einer Elfin lauschen. Der Almsee hat keinen Zufluss sondern wird über unterirdische Quellen gespeist, die du vor allem bei ruhiger See am Blubbern an der Wasseroberfläche erkennen kannst.

Am Echoplatzerl spielen in der Sommerzeit immer am Mittwoch um 19:30 Uhr die Blechbläser des Musikvereins Grünau. Sabina zeigt uns eindrucksvoll, dass auch bei ihrem Juchitzer das Platzerl seinem Namen alle Ehre macht.

Rund um den Almsee führt ein ca. 6 km langer gemütlicher Spaziergang, bei welchem man aber auf dem Weg bleiben sollte. Denn der Wald steht ganzjährig unter Wasser und ist daher ziemlich sumpfig (sogenannter Bruchwald), weshalb hier die Natur noch weitgehend unberührt ist und das soll auch so bleiben. Einzig Familie Biber und Mutter Natur sorgen dafür, dass so mancher Baum fällt.

Sabina Haslinger ist Wander- & Schneeschuhführerin sowie Kräuterpädagogin und Märchenerzählerin. Mit ihr durften wir Jodelluft schnuppern und in die Märchenwelt des Almsees eintauchen.

Wald.Kneippen – Espresso à la Kneipp im Märchenwald Schindlbach

Brrr, ist das kalt! 11° C hat das Wasser des Schindlbachs, es regnet und ich stehe tatsächlich bis zu den Knien im Wasser. Hastig stakse ich durch das eiskalte Kneippbecken. Als ich dann wieder im Trockenen bin, streife ich kurz das Wasser ab und schon geht es blindlings und barfuß noch über den Barfußweg – Kies, Sand und Tannenzapfen sorgen für eine Fußmassage anderer Art. Spätestens jetzt bin ich putzmunter, sodass ich das Arm-Tauchbecken nicht mehr ausprobiere, zumal ich bereits zu Beginn der Kneippwanderung einen Arm-Guss aus der Gießkanne zur Begrüßung erhalten habe: „Espresso à la Kneipp“ – ein Kaffee, der sogar mir schmeckt :-) Und wenn ich dafür so strahle wie Mary, gehe ich künftig jeden Tag kneippen ….

Im Rahmen des Rundgangs durch den Märchenwald (Schindlbach 27, 4645 Grünau) erfahren wir von Mary allerlei Wissenswertes zu den positiven Wirkungen des Kneippens und den Kräutern, die hier so am Wegesrand wachsen. So bekommen wir den Tipp, doch mal mit der Hand über die regen-/taunassen Kräuterblätter zu streichen und dann das Gesicht damit einzureiben. Durch die Nässe wandern die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanzen an die Oberfläche und entfalten so eine noch bessere Wirkung. „Tauwischen“ – für mich eine neue Form der Hautpflege, welche ich mir auf jeden Fall merken werde.

Jetzt aber gibt es erstmal etwas für den Durst: Denn ein Leberwurst-Schnapserl am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen :-)

Maria Hageneder (mary.h@aon.at) ist Wasserinstruktorin, Kräuterpädagogin sowie Natur- und Landschaftsvermittlerin – und sie hat es geschafft, uns trotz Sauwetter ins eiskalte Wasser zu bewegen :-)

Wald.Schmecken – Schmecktakuläres Essen im Almtal

Waldluft macht hungrig und zum perfekten Waldness-Gefühl gehört natürlich auch das eine oder andere leckere Schmankerl. Land- und Gastwirte sowie produktverarbeitende Betriebe haben sich zur Kooperation „Schmecktakuläres Almtal“ zusammen getan und stehen für Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität. Dass der Wald und seine tierischen und pflanzlichen Bewohner auch auf den Tellern der heimischen Gaststätten zu finden sind, versteht sich von selbst. Die Flugente hat ausführlichst schnabuliert und kann nur sagen, Flossen hoch für alle getesteten Betriebe:

d’Einkehr (Schaiten 2, 4645 Grünau): Ich traue es mir fast nicht zu sagen, aber die Ente war vorzüglich und der karamellisierte Kaiserschmarrn (nach herausgepickten Rosinen) ein Traum.

Forellenhof Wieselmühle (Landstraße 73, 4645 Grünau): Geschmückt mit allerlei Kräuter waren Fisch und Salat nicht nur optisch ein Genuss.

Fleischerei Stadler (Im Dorf 37, 4645 Grünau): Ich muss gestehen, den Ausdruck „Kesselhoaße“ kannte ich nicht – und das als waschechte Oberösterreicherin. Gegessen habe ich sie aber schon oft, die Würstl. Ob Frankfurter, Weißwurst, Debreziner oder Braunschweiger – jeden Donnerstag trifft man sich hier mittags traditionell auf „a Kesselhoaße“.

Gasthof Schobermühle (In der Au 1, 4644 Scharnstein): Im 1. Europäischen WALDNESS®.Wirtshaus ließ ich mir Wild und Zwetschkenpofesen schmecken.

Als Reiseproviant durfte ich dank eines „WALDNESS®.Bschoad-Pinkerl“ allerlei regionale Schmankerln schmausen.

Für alle Bier-Liebhaber noch ein Tipp: Die Brauerei Eggenberg (Eggenberg 1, 4655 Vorchdorf) hat ein eigenes Waldness-Bier gebraut. Die besondere Zutat: eine Essenz aus Tannennadeln.

Wald.Tierwelt – Cumberland Wildpark Grünau

Eng verbunden mit dem Waldness®-Konzept ist auch der Kooperationspartner Cumberland Wildpark Grünau. Ich habe den Wildpark einmal in meiner Schulzeit vor laaanger Zeit besucht. Mittlerweile wurde er rundum erneuert. Leider habe ich es noch nicht geschafft, ihn in seinem neuen Kleid zu besuchen. Steinböcke, Luchse, Hirsche und andere wilde Tiere auf 60 ha leben in ihrem natürlichen Lebensraum. Braunbären und Wölfe teilen sich ein Revier, was europaweit einzigartig ist. Ein schönes Ausflugsziel für die ganze Familie. Ich freue mich jedenfalls schon darauf, wenn ich den „neuen“ Cumberland Wildpark Grünau (Fischerau 12, 4645 Grünau im Almtal) besuchen kann! Im Moment wird übrigens wieder gebaut … die Konrad Lorenz-Stiftung erhält im Wildpark eine neue Heimat. Konrad Lorenz kennst du vermutlich aufgrund seiner Forschung über das Verhalten der Graugänse, für welche er den Nobelpreis bekommen hat. Seine Wirkungsstätte war das Almtal, wo noch heute Graugänse, Waldrappen und andere Vögel wissenschaftlich erforscht werden.

Wo schlafe ich während meines Waldness-Urlaubs?

Aktuell sind im Almtal 11 Unterkünfte als Waldness®-Partner zertifiziert. Eine davon ist das Naturfreundehotel Wimmergreuth, welches ich im Rahmen meiner Waldness-Tour testen durfte. Direkt am Waldesrand gelegen, mit Feuerstelle, Terrasse, gemütlichen Zimmern und herzlichen Gastgebern begleitet mich das Waldness-Gefühl bis in den Schlaf. Wer im Naturfreundehotel Wimmergreuth, welches sich v.a. an Familien und Kinder richtet, kein Plätzchen mehr bekommt, wird sicher bei den anderen 10 Unterkünften fündig – vom Bauernhof bis zum 4 Sterne-Hotel, da findet jeder das richtige Bettchen.

  • Naturfreundehotel Wimmergreuth, In der Lahn 50, 4645 Grünau im Almtal
  • Mehr Informationen zum Naturfreundehotel Wimmergreuth

Grüne Erde-Welt

Vielen ist das Unternehmen „Grüne Erde“ vermutlich bereits ein Begriff. Bei einer Führung durch die Schauproduktion Scharnstein im Almtal gibt es Gelegenheit, mehr über die Herstellung der Matratzen per Hand zu erfahren.

Zudem erhält der Besucher Einblicke in die Firmengeschichte, erfährt Wissenswertes rund um die Pflanzenwelt, kann sich im Bistro mit veganem Essen stärken und natürlich auch ausführlich shoppen gehen. Die Schauräume hätte ich vom Fleck weg gekauft … hätte ich eine leere Wohnung und das entsprechende Budget dafür. So schnuppere ich mich durch diverse Kosmetika durch und nutze die Gelegenheit zum Geschenkeeinkauf.

Die „Grüne Erde“ ist ein wichtiger Partner im Waldness-Konzept. Das Unternehmen handelt nach ökologischen Gesichtspunkten und versucht, Produktion und Natur in Einklang zu bringen. Was mir noch völlig neu war: Grüne Erde produziert seine Möbel völlig metallfrei.

  • Grüne Erde-Welt, Hinterbergstraße 4, Steinfelden, 4643 Pettenbach
  • Mehr Informationen zur Grüne Erde-Welt

Waldness® – das FlugentenFazit

Auch wenn ich schon immer gerne durch den Wald gewatschelt bin, hat mich mein Waldness-Aufenthalt dafür sensibilisiert, den Wald durch die Lupe zu betrachten und ihn bewusster wahrzunehmen. Und er hat mich daran erinnert, wie gut mir ein Aufenthalt im Wald tut! Zudem konnte ich ein paar Inspirationen mitnehmen, wie ich auch als städtische Flugente daheim etwas Waldness-Gefühl umsetzen kann: Morgens nach dem Zähneputzen ein Kneipp’scher Espressoguss, in der Mittagspause ein Salat mit frischen Kräutern sowie ein aufmerksamer Spaziergang durch den nahe gelegenen Park und am Abend eine Wyda-Übung zum Abschalten. So lässt sich die Zeit bis zum nächsten Wald-Aufenthalt und zum nächsten Waldness®-Urlaub überbrücken – denn der kommt bestimmt.

Dich hat jetzt auch das Waldness®-Fieber gepackt? Mehr Infos zum Konzept, angebotenen Programm und den Waldness®-Unterkünften findest du hier. Auf dieser Seite findest du Infos zu den angebotenen Waldness®-Packages.

Was sagen andere Blogger zum Waldness-Konzept?

Ich bin gemeinsam mit lieben Blogger-KollegInnen durch den Wald gewatschelt, welche ebenfalls über ihre Waldness®-Erfahrungen berichten:

Die Reiseblitze Jessica und WolfgangMartina von Franzls on TourTravelwoman Theresa | Martin von gehlebt | Melanie von Urlaubsgeschichten

Grünau im Almtal ist die 1. Waldness®-Destination Europas. Das Waldness®-Konzept streckt seine Fühler aber auch in die benachbarte Region rund um den Traunsee aus – mehr dazu in einem der nächsten Beiträge.

*) Ich durfte den Wald auf Einladung des Tourismusverbandes Traunsee-Almtal in Kooperation mit Waldness® erwatscheln, riechen, fühlen, schmecken und trinken. Vielen Dank dafür! In diesem Beitrag schnattere ich aber frei von der Leber weg über meine Erfahrungen.

Camping de luxe: Glamping in Slowenien – Chateau Ramšak (inklusive Ausflugstipps)

[Werbung*] Du kannst dich nicht entscheiden, ob es im nächsten Urlaub ein Wellnessaufenthalt, eine Städtetour oder ein Campingurlaub werden soll? Wie wäre es, wenn du alle Komponenten miteinander verbindest? Wenn du dich fragst, wie das funktionieren soll, habe ich mit dem Chateau Ramšak vielleicht eine Idee für dich. Hier schläfst du im Zelt, in der nur 3,6 Kilometer entfernten slowenischen Stadt Maribor kannst du dir mit Sightseeing die Zeit vertreiben und dich bei einem Einkaufbummel austoben oder der Kellerei Radgonske Gorice einen Besuch abstatten und mit einem Gläschen Sekt oder hauseigenen Wein den Tag unter freiem Himmel im privaten Whirlpool ausklingen lassen. Das ist Camping-Luxus pur. Das moderne Wort dafür: Glamping.

Aber eins nach dem anderen …
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FlugentenTest: „Backpacking in Afrika“ von Henrike Brandstötter + Gewinnspiel

[Werbung*] Eine Rucksackreise durch Afrika – das klingt nach einem aufregenden Abenteuer! Henrike Brandstötter hat sich in den letzten 10 Jahren immer wieder getraut und vor allem den Teil südlich von Afrika in ihr Herz geschlossen. In ihrem Buch „Backpacking in Afrika“ gibt sie ihr Insiderwissen aus diesen zahlreichen Reisen weiter. Auch wenn, oder vielleicht gerade weil meine letzte Backpackerreise ins Ausland über 20 Jahre her ist und ich Afrika – mit Ausnahme von Mauritius – bisher nur aus Pauschalurlauben nach Kenia, Tunesien und Ägypten kenne, habe ich mich sehr gefreut, als mir ein Rezensionsexemplar für das Buch „Backpacking in Afrika“ von Henrike Brandstötter angeboten wurde.

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Luxus-Camping in Slowenien – Slovenia Eco Resort

[Werbung*] Wer gerne einmal in einer Hirtenhütte übernachten möchte, dem kann ich das 2006 gegründete Slovenia Eco Resort im Tal von Stahovica empfehlen.

Was kann Luxus-Camping? Was kann das Slovenia Eco Resort?

Im Slovenia Eco Resort steht die Luxus-Variante der Hirtenhütten von Velika Planina – mit eigenem (sehr kleinen) Bad, Kühlschrank und Wohn-Ess-Bereich inklusive. Strom, fließendes Wasser, Kühlschrank und eigenes WC sowieso. Außerdem hat jede Hütte ihre eigene Terrasse – Urlauberherz, was willst du mehr? Vergessen ist der mühsame Zeltaufbau, der muffige Planengeruch, die in das Zelt dringende Feuchtigkeit nach einem Wolkenbruch und der Ellbogen des Zeltnachbarn im Rücken. Willkommen in der Welt des Luxus-Camping-Urlaubs in Slowenien!

In den Wooden Cottages können jedenfalls vier Personen nächtigen, bei Bedarf kann noch ein Zusatzbett gestellt werden. Also, perfekt für einen Familienurlaub mit Selbstversorgerlaune! Ich durfte die Hütte ganz alleine testen. Tja, wer die Wahl hat, hat die Qual. Letzten Endes entschied ich mich, die Nacht im Obergeschoß, welches über eine steile Holzstiege erreichbar war, zu verbringen. Und was soll ich sagen, die Matratzen lagen zwar auf dem Boden, aber es war total gemütlich und die Holzschrägen sorgten für ein wohliges Flair. Ich sag‘ nur: harte ISO-Matte und beklemmender Schlafsack adé!

In den frühen Morgenstunden genoss ich noch den Ausblick auf die anderen Hütten, bevor ich mich wieder von meiner Hütte verabschieden musste. Punkto Sauberkeit gab es in meiner Hirtenhütte noch Luft nach oben, aber nachdem die anderen Teilnehmer dieser Reise diesbezüglich nichts zu beanstanden hatten, habe ich wohl nur die Montags-Hütte erwischt. Und ein bisschen Camping-Gefühl muss bei allem Luxus ja doch noch sein ;-)

Neben den großen 4+1 Hütten („Wooden Cottage“) gibt es im Slovenia Eco Resort auch noch 2-Mann-Hütten („Glamping Hut“), welche aber über keine eigenen Sanitäreinrichtungen verfügen sondern sich in ein paar Metern Entfernung Gemeinschafts-Waschräume teilen. Dafür bietet ein Panoramafenster Ausblick auf die darunter gelegenen Wooden Cottages und das restliche Gelände.

Was tun im Slovenia Eco Resort?

Wer mag, kann im Slovenia Eco Resort auch mal

  • in der Finnischen-Sauna-Hütte schwitzen,
  • sich bei einer Massage verwöhnen lassen,
  • die Füße im Naturpool kühlen,
  • am Spielplatz (wieder) Kind sein,
  • die Zeit am nahe gelegenen Kamniška Bistrica River verbringen,
  • den Holzturm hinaufgehen,

  • ganz offiziell frisches Gemüse aus dem Garten stibitzen,
  • die Tiere füttern und streicheln,

  • eine Kindergeburtstagsparty schmeißen,
  • mit einem Barbecue in den lauen Sommerabend starten,
  • in der Kapelle zur Ruhe kommen,

  • im Restaurant schmackhafte Speisen genießen,
  • im Sommer einem Open Air-Konzert lauschen,
  • einen Sundowner in der Bar genießen und
  • vieles mehr.

Leider war mein Aufenthalt viel zu kurz, um all diese Angebote nutzen zu können. Fortgeschrittene können übrigens im Slovenia Eco Resort auch an Teambuilding-Seminaren teilnehmen oder die eigene Hochzeit dort feiern (max. 80 Personen). Und wenn alle Stricke reißen, gibt es immer noch Gratis W-Lan.

Sonstiges Wissenswertes zum Slovenia Eco Resort

    • Slovenia Eco Resort, Godič 44b, SLO – 1242 Stahovica (Kamnik)
    • info@sloveniaecoresort.com
    • Telefon: +386 30 462 407
    • ganzjährig geöffnet
    • Hunde sind erlaubt (Herbst 2018: € 7,–/Hund/Nacht)
    • Slovenia Eco Resort – Website
    • Slovenia Eco Resort buchen **

Was kann man außerhalb des Slovenia Eco Resort erleben?

  • Eine Wanderung unternehmen – zB zu den Hirten auf Velika Planina (7 km) oder zum Grintovec, dem höchsten Gipfel in der Gegend (2.558 m),
  • eine Runde mit dem Fahrrad drehen (kann im Resort ausgeliehen werden),
  • einen Bummel durch die Stadt Kamnik (5 km entfernt) machen,
  • einen Hang in den Steiner Alpen runterwedeln oder einmal Nachtrodeln auf Velika Planina probieren,
  • in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana shoppen gehen (12 km),
  • im am höchsten gelegenen Spa Sloweniens (Therme Snovik) die Rutschen runtersausen (3 km),
  • die psychophysische Kondition im Freilichtheilungszentrum Tunjice analysieren lassen,
  • einen Ausflug zur Predaselj-Schlucht und den 30 m hohen Orglice Wasserfall machen,
  • sich auf die Suche nach der Quelle des Flusses Kaminška Bistrica begeben,
  • dem größten Botanischen Garten von Slowenien einen Besuch abstatten (Arboretum von Volčji Potok)
  • usw.

Wie weit ist es bis zum Slovenia Eco Resort?

  • Flughafen Ljubljana: 12 km
  • Herbal Glamping Ljubno: 36 km
  • Maribor: 112 km
  • Ptuj: 115 km
  • Wien: 368 km
  • Flugentennest Linz: 413 km
  • München: 405 km
  • Berlin: 992 km

*) Ich durfte auf Einladung von Best Press Story einmal Hirtin spielen – Vielen Dank dafür! Meine Meinung über das Slovenia Eco Resort bleibt aber davon unberührt.

**) Wenn du über diesen Link bei booking.com eine Übernachtung im Slovenia Eco Resort buchst, erhalte ich von booking.com eine kleine Provision. Für dich kostet es aber nicht mehr, als wenn du direkt bei booking.com buchst.

Sehenswürdigkeiten in Kamnik

Die Stadt Kamnik

*) Die 20.000 Einwohner-Stadt Kamnik (ehem. Stein in Krain) taucht in den Geschichtsbüchern erstmals im Jahr 1061 auf, 1229 wurde sie als Stadt urkundlich erwähnt. In Kamnik wurde das am besten erhaltene Skelett eines Mammuts gefunden, welches im Naturhistorischen Museum der slowenischen Hauptstadt Ljubljana zu sehen ist. Nicht ganz so lange her, aber ebenfalls ein berühmter Besucher von Kamik: der junge Josip Broz Tito arbeitete hier als Schlosser und powerte sich in seiner Freizeit in der ortsansässigen Turnhalle aus. Die Turnhalle existiert nicht mehr – nichtsdestotrotz weist immer noch ein Schild auf die Anwesenheit des späteren Staatspräsidenten des ehemaligen Jugoslawiens hin.

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Velika Planina – Besuch bei den einzigartigen Hirtenhütten

[Werbung]* Mit der ganzjährig geöffneten Pendelseilbahn geht es rauf auf 1.419 m Seehöhe, oben erwartet uns nicht nur der erste Schnee des Jahres sondern auch ein Panoramablick auf die umliegende Berglandschaft der Steiner Alpen – Willkommen auf Velika Planina!

Mit einer Fläche von 557 ha ist das auf 1.500 bis 1.600 Meter gelegene Velika planina das größte Weideplateau Sloweniens (557 Hektar). Es zählt wie Mala planina, Gojška planina sowie die Berge Dol und Konjščica zu den Steiner Alpen (Kamnik-Safinja).

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Die Sächsische Schweiz durch die herbstlich(t)e Fotolinse

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Bastei – die berühmte Brücke im Elbsandsteingebirge

Die Bastei  – der Foto-Hotspot in der Sächsischen Schweiz schlechthin, sagt das Prospekt. Zu Sonnenaufgang im Spätsommer und Herbst soll es dort besonders schön sein, wenn die Nebelschwaden die Gegend in eine mystische Landschaft verwandeln. Ich war zu Sonnenuntergang dort, sagte zumindest die Handy-App. Denn die Sonne zeigte sich an diesem Tag leider nicht. Nichtsdestotrotz eine bizarre Elbsandstein-Felsformation, die definitiv einen Besuch wert ist. Aber nicht nur für eingefleischte Fotografen (und all jene, die es werden wollen) soll sich das frühe Aufstehen lohnen, sondern auch für all jene, die sich nicht gemeinsam mit den Touristenmassen über die 76,5 m lange Brücke wälzen  möchten.

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Mit der Neusiedler See Card auf Zeitreise: Dorfmuseum Mönchhof

[Werbung*] „30. April 1950. Liebes Tagebuch! Heute war ein sehr langer Tag. Ich bin schon um 5 Uhr aufgestanden und mit dem Zug nach Mönchhof gefahren.

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Kultur, Natur und Genuss – pannonische Vielfalt beim Neusiedler See

[Werbung*] Ihr kennt das sicher. Ein Städtetrip steht an und überall wird mit der Städte-Card geworben. Diese kostet oft nicht wenig Geld und deshalb beginnt das große Rechnen. Rentiert sich der Erwerb einer solchen Karte? Ich musste für mich schon des Öfteren feststellten, dass es das nicht immer tut. Sie beinhaltet alle öffentlichen Verkehrsmitteln, aber die Sehenswürdigkeiten und das Hotel sind so zentral gelegen, dass ich eigentlich gar nicht in ein Öffi einsteigen muss. Die inkludierten Öffis kann ich gebrauchen, aber die wirklich teure Bergbahn ist nicht dabei und außerdem stellt sich heraus, dass nur 5 Fahrten von der Karte gedeckt sind. Es gibt eine satte Ermäßigung für die Museen, aber die Karte rentiert sich nur, wenn man auch wirklich mehrere davon besucht. Ihr seht schon – mein Verhältnis zu solchen Karten ist etwas ambivalent. Dementsprechend war ich schon gespannt, was man mit der Neusiedler See Card so alles erleben und sich v.a. auch sparen kann.

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