FlugentenAllerlei: Museumsfrühling Niederösterreich 2018

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Museumsfrühling Niederösterreich (12. und 13. Mai 2018)

Anlässlich des Internationalen Museumstages am 13. Mai 2018 geben 35.000 Museen in 140 Ländern unter dem Motto „Neue Wege, neue Besucher“ ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Auch in Österreich nehmen zahlreiche Museen daran teil. Alleine in Niederösterreich locken beim vom Museumsmanagement Niederösterreich organisierten „Museumsfrühling Niederösterreich“ am 12. und 13. Mai 2018 über 100 Museen und Sammlungen u.a. mit Spezialführungen, Workshops, Buchpräsentationen und Konzerten die BesucherInnen an. Bei einer derart großen Auswahl ist sicher für jeden Geschmack ein Museum dabei. Besonders empfehlen kann ich das

Weinviertler Museumsdorf Niedersulz.

Gründer und Erbauer des Weinviertler Museumsdorfes Niedersulz ist Prof. Josef Geissler, seines Zeichens gebürtiger Niedersulzer, gelernter Kirchenmaler und leidenschaftlicher Sammler von „altem Glumpert“  seit frühester Jugend. Was im Jahr 1979 mit dem Bau des Weinviertler Streckhofes aus Bad Pirawarth begann ist heute zu einem großen Areal mit mehr als 80 Gebäuden angewachsen.

Josef Geissler ist im Übrigen die einzige Person, die auf dem Museumsareal wohnt. Ihm leisten jede Menge Tiere Gesellschaft, darunter zwei pensionierte Schweinderl aus der „Ja! Natürlich-Werbung“. Der „Lebende Bauernhof“ darf auch betreten werden und so können Kinder und Erwachsene die Tiere aus nächster Nähe beobachten.

Aber auch ein Blick in die oft üppig blühenden (Vor-)Gärten lohnt sich. Bei der Gartengestaltung wird besonders Wert auf eine ökologische Kultivierung und die Erhaltung alter Sorten gelegt.

Wer über die Türschwelle der Häuser tritt, macht eine kleine Zeitreise. Die Gebäude sind authentisch eingerichtet mit alten Möbeln, Geschirr aus Oma’s Küche und Werkzeugen aus einer anderen Zeit. Manchmal wird einem bewusst, dass so manche Tradition noch gar nicht so lange her ist.

Manche Gebäude beherbergen eine Sonderausstellung. So sind aktuell beispielsweise eine Kummet-Ausstellung sowie eine Lehmbau-Ausstellung zu sehen.

Neben den vielen Höfen und Handwerkshäusern gehört aber natürlich auch eine Kirche zu einem Dorf dazu. Im Museumsdorf Niedersulz stehen sogar mehrere. Eine davon ist aber erst beim genaueren Hinsehen als solche erkennbar: die heimliche „Lutherische Kapelle“, deren Türe sich nicht zur Straße hin befinden durfte.

Was wäre ein Dorf ohne ein Wirtshaus? Richtig, kein Dorf. Also darf natürlich auch im Museumsdorf Niedersulz ein solches nicht fehlen. Beim Betreten des aus Poysdorf stammenden Gasthauses fällt sofort auf, dass sich vor der Ausschank ein Gitter befindet. Die Wirtsstuben dienten oft als Nachtlager für die Handelsmänner und das Gitter verhinderte, dass die Handelsleut‘ den Wirtstöchtern beim Ausschenken zu nahe kamen oder sich nach der Sperrstunde noch an der Schank bedienten. Heute sitzt man hier aber ohnedies auf dem Trockenen. Aber keine Sorge! Gleich daneben befindet sich das Dorfwirtshaus mit Gastgarten, welches regionale Schmankerl und klassische Hausmannskost kredenzt.

Wir wären außerdem nicht im Weinviertel, wenn es nicht auch im Museumsdorf Niedersulz eine Kellergasse mit einer Vinothek gäbe, in der man sich an den Wochenenden durch die Weinspezialitäten der Region kosten kann.

FlugentenFazit zum Weinviertler Museumsdorf Niedersulz:

Wie lebten und arbeiteten die Menschen im Weinviertel im 18. und 19. Jahrhundert? Getreu dem Motto „Vermittlung von altem Wissen für eine neue Zeit“ ermöglicht das Museumsdorf Niedersulz Einblicke in das Leben anno dazumal. Gebäude wurden hier neu aufgebaut, die Gärten entsprechend den historischen Vorbildern angepflanzt und regelmäßig werden alte Handwerke wie Schmieden, Spinnen und Räuchern vorgeführt.

Museen können schnell einmal langweilig werden, bei Freilichtmuseen ist mir das noch nie passiert. Ich liebe es, durch die liebevoll gestalteten Dörfer zu schlendern und dabei alte Traditionen zu entdecken. Auch im Weinviertler Museumsdorf Niedersulz habe ich gemeinsam mit der Reisebloggerin Gudrun und der Kremserin Lucia bei strahlendem Frühlingswetter die kleine Zeitreise genossen und hätte wohl noch Stunden darin verbringen können. Gudrun und Lucia haben ebenfalls über unseren gemeinsamen Ausflug geschrieben – schaut vorbei!

Mehr Informationen zum Weinviertler Museumsdorf Niedersulz (Adresse: 2224 Niedersulz 250)

Informationen zu den Veranstaltungen im Weinviertler Museumsdorf Niedersulz anlässlich des Museumsfrühlings Niederösterreich (Kellergassenfest, Muttertags-Frühschoppen, Eröffnung des neu eingerichteten Presshauses aus Großinzersdorf)

Was gibt es sonst noch zu sehen beim Museumsfrühling Niederösterreich?

Du kennst das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz schon und möchtest im Rahmen des Museumsfrühlings Niederösterreich gerne ein neues Museum kennenlernen? Wie wäre es zum Beispiel mit dem

museumORTH?

Seit dem Jahr 1918 dürfen auch Frauen wählen gehen. Anlässlich des 100 Jahr-Jubiläums stehen die heuer im museumORTH gezeigten Ausstellungen ganz im Zeichen von starken Frauen. So wird beispielsweise im Rahmen des Museumsfrühlings Niederösterreich eine Sonderausstellung über zwei besonders interessante Orther Damen eröffnet: Napoleon’s kleine Schwester Caroline Bonaparte flüchtete vor 200 Jahren ins Exil nach Österreich und lebte ab 1818 im Schloss Orth. Die gebürtige Orthnerin Anni Rosar ist vielen von uns wahrscheinlich aus den Hans Moser-Filmen bekannt. Sie erhielt u.a. einen Goldenen Bambi und wäre heuer 130 Jahre alt geworden.

Für Naturliebhaber bietet sich die Ausstellung „Im Reich der gefährdeten Wasserdrachen“ an, die über die Tierwelt in den Donauauen erzählt. Hauptdarsteller ist der Donau-Kammmolch, der bis zu 16 cm lang wird und zu den in Österreich am stärksten gefährdeten Tierarten zählt. Beim Stiegenaufgang zur Ausstellung im Innenhof des Schlosses steht sogar ein Aquarium, in welchem (echte) Donau-Kammmolche beobachtet werden können.

Ein großer Naturliebhaber war auch Kronprinz Rudolf, dessen Leidenschaft aktuell ebenfalls eine Ausstellung gewidmet ist („Kronprinz Rudolf als Naturbeobachter in den Donau-Auen“). Großes Interesse zeigte er vor allem für die Ornithologie, aber auch für die Jagd. Unter anderem lud er jedes Jahr zu Hirschjagden in das kaiserliche Schloss Orth ein. Zudem war er Herausgeber des „Kronprinzenwerks“, welches heute bekannt ist als „Die Österreichisch-Ungarische Monarchie in Wort und Bild“. Seine Verbundenheit zu Niederösterreich und insbesondere zu den Donau-Auen spiegelt sich in dem von ihm verfassten Band 4 wieder.

Zudem haben im Schloss Orth einige andere Museen eine neue Heimat gefunden (u.a. Fischerei- und Donaumuseum, Bienenzuchtmuseum, 130 Jahre Schutzdamm). Aber auch auf die architektonische Geschichte des „Renaissance-Juwels Schloss Orth“ wird eingegangen. Das markanteste Ausstellungsobjekt ist das aus dem Jahr 1570 stammende Orther Portal. Dem Komponisten Karl Schiske ist ebenfalls eine Ausstellung (einschließlich Hörproben) gewidmet.

Mehr Informationen zum museumORTH (Adresse: Schlossplatz 1, 2304 Orth an der Donau)

Informationen zu den Veranstaltungen im museumORTH anlässlich des Museumsfrühlings Niederösterreich (u.a. Theatergastspiel von Maxi Blaha über die Muse von Gustav Klimt: Emilie Flöge)

Bist auch du beim Museumsfrühling Niederösterreich?

Ob Karikaturmuseum Krems, Museum für Arbeits- und Zughunde oder das Erste Österreichische Computermuseum Bad Pirawarth – ich bin mir sicher, es ist auch für dich etwas dabei beim Museumsfrühling Niederösterreich!

Weitere Informationen zum Museumsfrühling Niederösterreich, insbesondere zu den teilnehmenden Einrichtungen und das genaue Programm

*Ich durfte auf Einladung der Museumsmanagement Niederösterreich GmbH das Museumsdorf Niedersulz und das Museum Schloss Orth besuchen. Herzlichen Dank! Das Flugentengeschnatter bleibt aber davon unbeeinflusst.

FlugenteOnTour: Komm‘ mit mir nach Skopelos!

Bei einem Urlaub auf Skiathos bietet sich ein Inselhopping vor allem zu Skopelos an. Die Überfahrt dauert je nach Fähre und Ziel (Glossa oder Skiathos Stadt) ca. 30 bis 90 Minuten. Diese Gelegenheit konnte sich die Flugente natürlich nicht entgehen lassen und so ging es für einen 2-Tages-Trip auf die mit einer Fläche von 96 km² fast doppelt so große Nachbarinsel Skopelos. Heute verrate ich euch ein paar (Ausflugs-)Tipps für euren Insel-Trip nach Skopleos:

Agios Ioannis Sto Kastri (Ai Janni)

… 102, 103, 104. Nein, ich habe die Stufen nicht gezählt, aber mein Reiseführer behauptet das, und ich glaube es ihm. Sie sind eng, steil, schweißtreibend … und weltberühmt. Denn seit Meryl Streep im Musical-Film „Mamma Mia“ die in den Felsen gemeisselten Stufen laufend hocheilte, strömen jährlich zahlreiche Touristen zu diesem markanten Felsen nördlich von Glossa. Oben angekommen ist es mit dem Hollywood-Flair aber auch schon wieder vorbei. Statt der großen Kirche mit einer Kuppel steht in Wirklichkeit nur eine kleine Kapelle. Wer vergleichen mag: im Film ist die Kirche ab 1:19:46 zu sehen. Auf der Straßenkarte wird aber trotzdem mit dem Zusatz „Mamma Mia Chapel“ geworben. Anstelle der „Villa Donna“ befindet sich am Fuße des „rock of the sea“ leider nur ein Kioskstand mit – richtig! – „Mamma Mia“-Souvenirs. Nichtsdestotrotz ein sehenswertes Ausflugsziel mit einer schönen Aussicht, welches mangels Eintritt auch das Geldbörsel schont!

FlugentenTipp: Am unkompliziertesten erreicht man Agios Ioannis mit dem Mietauto über eine schmale und kurvige Straße; Parkplätze sind rar. Achtung, die Abbiegung zur Kirche etwas außerhalb von Glossa ist leicht zu übersehen. Ansonsten gelangt man mit Taxis oder im Rahmen von organisierten Ausflügen (zB mit Michalis Tours Mini Bus) zu diesem romantischen Drehort. Wer Glück hat, erhascht auch auf der Fähre von Skopelos Stadt nach Skiathos Stadt einen Blick auf den Felsen. Für den Aufstieg sollte man einigermaßen gut zu Fuß sein und am besten flaches, geschlossenes Schuhwerk tragen. Einen barrierefreien Weg nach oben gibt es nicht.

Auf dem Weg zurück nach Glossa kommt man bei der Kirche Panagia vorbei.

Glossa

Wer mit der Fähre Glossa ansteuert, kommt eigentlich in Loutraki an, aber bereits von Weitem lässt sich das am Hang liegende Glossa erkennen. Befinde ich mich noch auf einem öffentlichen Weg oder stapfe ich schon durch einen privaten Garten? In Glossa lässt man sich am besten einfach durch die verwinkelten Gassen treiben und vom Flair bezaubern.

In Loutraki gibt es direkt beim oder eigentlich schon am Meer eine Taverne … während die Betreiber Shrimps pulen oder das Muschelnetz aus dem Meer fischen, lässt man sich das Essen schmecken und den Blick in die Ferne schweifen.

Die Strände von Skopelos

Skopelos wäre ja keine griechische Insel, würde es nicht auch schöne Strände geben. Wenn es auch nicht so viele sind wie auf Skiathos und man feine Sandstrände auf Skopelos wohl vergeblich sucht, abkühlen kann man sich auch auf der zweitgrößten Insel der Sporaden. Insbesondere an der Südküste zwischen Glossa und Panormos reiht sich ein Strand an den nächsten. Der bekannteste ist vermutlich

Kastani

Ein To do-Ziel für alle Mamma Mia-Fans. Der Strand diente im Film mehrmals als Kulisse, u.a. wird dort der Polterabend mit dem Flossen-Tanz eingeläutet (ab 1:01:00). Den Steg gibt es heute nicht mehr und auch die Bar wurde durch eine neue ersetzt. Geblieben ist ein lauschiges Plätzchen mit Bar und glaskarem Wasser.

Ein wenig weiter östlich befindet sich die Bucht von

Panormos.

Etwas Abkühlung im Meer tat gut und so schnappte ich mir mein Schnorchelset. Erstmal war es ziemlich öde, aber dann entdeckte ich am linken Rand der Bucht doch ein paar Fische und leuchtend rote Tierchen. Wie ich später herausfand, handelte es sich dabei offenbar um Bart-Feuerborstenwürmer (auch Feuerwürmer genannt). Den Namen haben sie nicht umsonst: die Borsten können leicht abbrechen und enthalten ein giftiges Sekret. Eine Berührung verursacht einen über mehrere Tage anhaltenden brennenden Schmerz. Gott sei Dank war ich von ihrer roten Signalfarbe gewarnt …

Im Osten liegt etwas abgeschieden der Strand

Stafilos

Mit Glück lassen sich dort Robben und Delfine beobachten. Oberhalb vom Strand befindet sich ein griechisches Restaurant, welches neben einem tollen Ausblick auch schmackhafte Speisen kredenzt.

Metamorfoseus-Kloster (Metamórfosi tou Sotira)

Die schlichte weiß getünchte Außenfassade des aus dem 15./16. Jahrhundert stammenden Klosters lässt keinen derart wunderschönen Innenhof erwarten. Die kleine Kirche in der Mitte selbst ist verschlossen, wird aber auf Wunsch vom Mönch des Hauses gerne geöffnet. Wer eine geweihte Ikone als Souvenir mitnehmen möchte, wird im Klostershop fündig. (Öffnungszeiten: ca. April – November)

In der Nähe befindet sich das von Nonnen geführte Prodromou-Kloster (Moní Timiou Prodrómou).

Skopelos Stadt (Chora)

Weiß getünchte Häuser mit roten Dächern vor einer Bergkulisse – ein Ausflug nach Skopelos Stadt lohnt sich definitiv. Besonders schön fand ich den Spaziergang vom Kastro die Treppen hinunter zum Hafen, aber seht mal selbst:

Allgemeine FlugentenTipps zu Skopelos:

Skopelos verfügt über keinen eigenen Flughafen. Der am nächsten gelegene Flughafen ist jener von Skiathos. Möglich ist aber auch eine Anreise mit Fähren bzw. Tragflügelbooten u.a. aus Volos, Agios Constantinos, Skyros, Euböa oder Alonissos. Wer mit dem (Miet-)Auto anreist, sollte einen Platz auf der Fähre reservieren. Es gibt mehrere Reedereien, nicht jede fährt auch jeden Hafen an. Gute Erfahrung habe ich zB mit www.greekferries.gr gemacht, welche aber beispielsweise keine Verbindung zwischen Skopelos und Skyros anbietet. Zu beachten ist, dass es auf Skopelos je einen Hafen in Glossa und in Chora (Skopelos-Stadt) gibt, welche in entgegengesetzten Inselrichtungen liegen.

Auch wenn Skopelos um Einiges größer ist als Skiathos, würde ich auch künftig immer mehr Zeit auf Skiathos als auf Skopelos einplanen. Skiathos punktet mit traumhaften Sandstränden und insgesamt mehr Leben. Aber wenn man bereits auf Skiathos ist, lohnt sich ein Kurztrip nach Skopelos nicht zuletzt wegen der kurzen und häufigen Fährzeiten.

FlugenteOnTour: Mamma mia, oh wie schön ist Skiathos, Mamma!

Nicht einmal 50 km² groß ist Skiathos und obwohl die Insel damit im Mittelfeld der Stirnreihe der griechischen Inseln liegt, hatte ich anfangs Zweifel, ob ich es dort fast zwei Wochen aushalten werde. Und um es vorweg zu nehmen: nein, es wurde nicht langweilig, denn die Insel hat trotz ihrer geringen Größe Einiges zu bieten. Letzen Endes habe ich die Insel so sehr ins Herz geschlossen, dass ich mit meinem heutigen Beitrag an der Blogparade von Choices of Life teilnehme und Skiathos als Reisetipp für 2018 in die Runde werfe.

Lasst euch vom Zustand der Straßen mit seinen zahlreichen Schlaglöchern, Schotterbelägen und Steigungen nicht abschrecken. Man braucht für ein paar Kilometer viel länger als in heimischen Gefilden, aber am Ende kommt man überall hin. Eine Autobahn gibt es auf Skiathos nicht, aber einen Flughafen, auf welchem die Airliner v.a. aus Großbritannien, aber auch aus München oder Wien landen. Das bringt mich gleich zur ersten „Sehenswürdigkeit“ auf Skiathos:

Der Flughafen von Skiathos

1.628 m lang ist die Start-/Landebahn von Skiathos. Vorher und nachher ist das Wasser. Viel zu kurz für die großen Flieger, sodass nicht langsam losgerollt sondern am Stand Schub aufgebaut wird und dann die Bremsen gelöst werden. Wer unmittelbar hinter dem Zaun des Flughafens steht, wird ordentlich durchgepustet – aber Achtung, das ist nicht ungefährlich, selbst ein paar Meter daneben ist die Wirkung auch immer noch ordentlich zu spüren. Aber auch die Landungen sind nicht weniger spektakulär: tief über dem Bootshafen von Skiathos Stadt oder über den Strand Xanemo Beach setzen die Flieger zur Landung an. Der Flughafen von Skiathos, fast so berühmt wie der Flughafen auf St. Maarten, aber nicht weniger abenteuerlich und Fixpunkt eines (fast) jeden Touristen.

It’s Beach time – die schönsten Strände auf Skiathos!

Aber keine Sorge, der Xanemo Beach ist nicht der einzige Strand auf Skiathos. Im Gegenteil, fast die gesamte Insel ist von Sand- und Kieselstränden umgeben und so findet sicher jeder sein Lieblingsplatzerl. Ich habe natürlich bei Weitem nicht alle Strände gesehen, aber hier sind mal meine Top 5 der von mir besuchten:

Kastro Beach

Die etwas beschwerliche Autofahrt und der anschließende Fußmarsch zum Kastro Beach lohnen sich! Oben trohnen die Ruinen der mittelalterlichen Stadt Kastro, unten liegt ein idyllischer Strand mit einem gemütlichen Restaurant. Das Kastro kann kostenlos besichtigt werden. Ich habe einen Großteil meines Geburtstages im letzten Jahr am Kastro Beach verbracht und eine wunderbare Zeit erlebt. Nicht vorausahnend, dass ich ein paar Tage später – im Rahmen einer Bootstour noch einmal dort aufkreuzen werde – dann war aber von Idylle keine Spur mehr. Deshalb hier unbedingt auf das Timing achten, denn der Kastro Beach ist wirklich eine Reise wert! Außerdem schadet es nicht, bei stärkerem Wind hinzufahren, denn besteht die Chance, dass die Ausflugsboote nicht auslaufen, somit keine Horde Touristen am Strand ausschwärmt und man folglich diesen fast für sich alleine hat. Ansonsten ganz bald am Morgen oder am späten Nachmittag hinfahren.

Mandraki Beach

Ich war kurz vor Sonnenuntergang dort und von den Lichtspielen begeistert. Aber seht mal selbst – wobei in natura das goldene Licht noch viel mehr zum Ausdruck kam:

KOUKOUNARIES BEACH

Dieser Strand ist nicht zuletzt wegen des nahe gelegenen Palace Hotels und der Strandbars ziemlich belebt. Dahinter befindet sich die Lagune Strofylia, in der sich jede Menge Vögel aller Art tummeln.

Kehria beach (Kechrea Beach)

Wie beim Kastro Beach und einigen anderen Stränden auch, kann man beim Kehria Beach nicht mit dem Auto direkt vor die Sonnenliegen fahren. Wenn nicht gerade die Zufahrt blockiert ist wie bei mir, ist es aber nur ein kurzer Fußweg.

TSOUGRIA Island

Tsougria Island ist eine kleine unbewohnte Insel vor Skiathos und wird im Rahmen von Bootstouren angefahren. Außerdem gibt es ein Bootsshuttle vom Kanapitsa Beach (Abfahrt nach Tsougria Island: 10:30 Uhr, 11:30 Uhr, € 10,– für das Hin-/Rückticket; Stand 07/2017). Klar im Vorteil ist, wer individuell anreist. Alleine ist man dort wohl nur, wenn man mit dem eigenen Boot kommt.

Lalaria Beach

Der Lalaria Beach ist an und für sich ein Traumstrand … ja, wenn man alleine mit dem Boot unterwegs ist und entweder ganz bald am Morgen oder am späten Abend vorbeikommt. Der Strand ist nämlich – wie Tsougria Island – nur mit dem Boot erreichbar und die Touristenboote sind im 5 Minuten-Takt getimt, sodass man die Idylle nur für wenige Minuten genießen kann oder bei Pech überhaupt bereits einen völlig überfüllten Strand vorfindet. Glücklich, wer entweder mit dem eigenen Boot herumkurvt oder eine Tour erwischt, die vor allen anderen da ist. Touren zum Lalaria Beach sowie zu anderen Zielen kann man abends im Alten Hafen sowie in der Marina von Skiathos Stadt buchen.

Wer vorhat, die meiste Zeit auf einem der traumhaften Strände zu verbringen und nicht direkt im Sand/Kies liegen möchte, sollte den Kauf eines Sonnenschirms in Erwägung ziehen, denn meist wird für Schirm und Liegen eine Gebühr von € 10,– pro Person (Stand 07/2017) pro Tag berechnet oder gibt es solche überhaupt nicht.

Skiathos Stadt

Die Insel Skiathos ist natürlich prädestiniert für einen Strandurlaub. Wer sich zwischendurch etwas die Füße vertreten will, kann dies im Rahmen von kleinen Wanderungen machen oder der Hauptstadt Skiathos einen Besuch abstatten. Einen tollen Ausblick auf die Stadt gibt es von der St. Nicholas Kirche – der Weg dorthin ist von Katzen (und deren Hinterlassenschaften *räusper*) gesäumt.

Die Altstadt ist bezaubernd und der Alte Hafen war einer der Drehorte für den Musical-Film „Mamma Mia“-Teil 1.

Apropos …

Mamma Mia,

der Film ist zwischenzeitlich zu einem Aushängeschild der Stadt geworden. Es gibt eigene Mamma Mia-Bootstouren, die einige der Drehorte anfahren, und abends wird der Film seit Jahren immer Montags, Donnerstags und Samstags (21:30 Uhr) im Open Air Kino Attikon Skiathos gezeigt. FlugentenTipp: Gerade im Sommer sind die Vorstellungen sehr gut besucht, also am besten Karten telefonisch reservieren oder vor dem Abendessen holen. Ich habe es selbst nicht ausprobiert, aber angeblich bekommt man auch vom Platz der Agios Nikolaos Kirche Einiges (gratis) vom Film mit. 10 Jahre nach der Ausstrahlung von Mamma Mia kommt heuer im Juli eine Fortsetzung heraus. Noch ein Grund mehr, Skiathos und die Nachbarinsel Skopelos zu besuchen.

Infos zum genauen Programm: Facebook-Seite „OPEN AIR Cinema – Attikon Skiathos“.

Skiathos und seine Katzen

Katzen gehören zum Bild von Griechenland genauso wie die weißen Häuser. Am liebsten hätte ich ja jede einzelne von ihnen gestreichelt, gefüttert und mit nach Hause genommen. Umso mehr freute es mich, dass es die Skiathos Cat Welfare Association gibt und man in Skiathos Stadt immer wieder Futterstellen für die vielen (Streuner-)Katzen in der Stadt sieht.

Evangelistrias und Panaghia Kounistra

Wer gerne Kirchen besichtigt, wird auf Skiathos ebenfalls fündig. Viele der zahlreichen griechisch-orthodoxen Kirchen können besucht werden, allen voran die beiden Klöster Evangelistrias und Panaghia Kounistra. Oft wirken die Innenräume auf den ersten Blick düster, aber die bunt gemalten Ikonen und goldenen Leuchter sowie das warme Kerzenlicht erzeugen eine meditative Stimmung. Im Kloster Evangelistrias leben heute noch Mönche. Es beherbergt ein kleines Museum, welches aber mE im Gegensatz zur Anlage an sich nicht sehenswert ist: es wirkt alles sehr heruntergekommen und die Exponate sind – wenn überhaupt nur in griechischer Sprache – beschriftet.

FlugentenTipps für Skiathos:
  • Skiathos ist über den Luftweg (zB mit Condor direkt aus München / Düsseldorf / Frankfurt) oder über den Seeweg (zB mit Fähre aus Volos oder Thessaloniki) erreichbar.
  • Bei den Gepäckausgabebändern am Flughafen sind Inselpläne zur freien Entnahme aufgelegt.
  • Es gibt auf Skiathos einen Bus – dieser fährt zu einem günstigen Preis von Skiathos Stadt bis zum Koukounaries Beach und hält dazwischen an 24 Stationen. Für alle, die auch die Inselmitte oder den Norden der Insel erkunden möchten, empfiehlt sich ein Mietauto oder ein Quad.
  • Auf Skiathos gibt es mehrere kleinere Hotelanlagen sowie zahlreiche Apartments. Meine Empfehlung für all jene, die auf der Suche nach einer ruhigen Selbstversorger-Unterkunft sind: Karavotsakisma in Strofilia (Karavotsakisma House Studio No. 2; Lephteris House, Korakoneri Villa). Tagsüber hört man teilweise Banana Boats & Co, welche vor dem Eleni Beach herumkurven, nachts ist aber nur mehr das Zirpen der Grillen zu hören. Aber Achtung: am Beginn der Zufahrtsstraße steht das Schild „Death End“ und dieser Name ist Programm. Habt ihr die beschwerliche Anfahrt jedoch überstanden, seid ihr zwar irgendwo im Nirgendwo, aber definitiv in einem Gartenparadies gelandet. Gail ist vor vielen Jahren aus Großbritannien kommend nach Skiathos ausgewandert und eine wunderbare Gastgeberin. Allen Partytiger und jenen Urlaubern, die unbefestigte Bergstraßen mit Schlaglöcher scheuen, ist aber wohl eine Unterkunft entlang der Strände im Süden (entlang der Busstrecke) zu empfehlen.
  • Sich selbst zu versorgen, ist auf Skiathos easy. Es gibt zahlreiche kleine Supermärkte entlang der „Hauptverkehrsstrecke“ im Süden und einen etwas größeren in Skiathos Stadt.
  • Billig essen gehen geht anders – dafür ist es aber meistens auch wirklich gut. Ich kann beispielsweise das Olive Thea Restaurant, das Panorama oder das O’Batis (Skiathos Old Port) empfehlen. Die Lokalität am Xanemo Beach solltet ihr tunlichst meiden – dort war nicht einmal das Cola aus der frisch geöffneten Dose noch genießbar. Die Desserts sind meist sehr süß (und das sage ich als Naschkatze!) und mächtig. Wer einmal ein Eis der anderen Art probieren möchte, wagt sich an Kaimaki Eis. Geprägt wird der Geschmack durch das beigefügte Mastix – das Harz eines ganz besonderen Pistazienbaumes, welches nur auf der griechischen Insel Chios gewonnen und in Skiathos unter anderem im Restaurant „Panorama“ serviert wird. Den intensiven Harzgeschmack muss man jedoch mögen – mein Fall ist es nicht.
  • In Skiathos Stadt gibt es zwei große, kostenlose Parkplätze: einer befindet sich direkt beim Friedhof am nordwestlichen Ende der Stadt, der andere am östlichen Ende in der Nähe der Feuerwache.

„Mamma Mia, here I go again. My my, how can I resist you? Mamma mia, does it show again?“ (Textzeile aus „Mamma Mia“ von ABBA, Text: Shiobhan McCarthy)

In diesem Sinne: Skiathos, ich komme wieder. Und bis es soweit ist, summe ich einfach weiter die Filmsongs vor mich hin. Wer von euch hat jetzt auch einen Ohrwurm? Mamma Mia, here I go again …  ;-)

Du bist noch unschlüssig, wo du heuer deinen Urlaub verbringen willst? Ich kann dir Skiathos auf jeden Fall ans Herz legen. Traumhafte Strände, schönes Wetter, sympathische Menschen und gutes Essen – Skiathos ist definitiv eine Reise wert und Griechenland geht doch eigentlich immer. Griechenland ist nicht so dein Ding? Auf der Website von Tini haben auch noch andere Reiseblogger ihre Reisetipps für 2018 verraten – vielleicht ist ja da etwas dabei. Vorbei schauen lohnt sich! Und vielleicht magst du mir deine Reisedestination für 2018 unten in den Kommentaren verraten …

FlugentenParade: Foto-Highlights aus dem 2. Halbjahr 2017

Bevor ich so richtig in das Reisejahr 2018 starte, gibt es heute im Rahmen der Fotoparade von Michael vom Blog Erkunde die Welt noch einen kleinen fotografischen Rückblick auf die letzten Reisemomente. Zum 6. Mal hat er dazu aufgerufen, in den Fotos des letzten Halbjahres zu wühlen und zu den vorgegebenen Kategorien das jeweils beste Foto auszuwählen. Bei dieser Ausgabe der Fotoparade gibt es nur eine Pflichtkategorie („Schönstes Foto“). Darüber hinaus hat Michael zehn Kategorien zur freien Auswahl gestellt; mindestens fünf dieser Freien Kategorien müssen bedient werden. Nachdem Entscheidungen treffen nicht unbedingt zu meinen Stärken zählt, werde ich euch einfach zu jeder Kategorie ein Bild *ähm* zwei Bilder zeigen – außer in der Kategorie „Schönstes Foto“, da darf nur eines rein.

Die Kategorien
Landschaft

Einer meiner Lieblingsstrände auf Skiathos ist der Kastro Beach. Solltet ihr mal dort sein, wünsche ich euch genau das (wohl seltene) Glück, das ich hatte, nämlich den Kastro Beach vereinsamt zu erleben. Sonne, Strand und Meer – Urlauberherz, was willst du mehr? Dass ich an diesem Tag auch noch Geburtstag hatte, machte das Urlaubsglück perfekt.

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FlugenteOnTour: Von Schuhen, Pflaumenschnaps und roten Backsteinhäusern – Bad Luhacovice und Umgebung

[Anzeige*] Ostmähren – das ist ein kleines Eckchen in der südöstlichen Ecke der Tschechischen Republik und setzt sich aus den vier Gebieten Kromeríž, Mährische Slowakei, Walachai, Zlín und Luha?ovice zusammen.

BAD LUHACOVICE – VON HOLZHÄUSERN UND MINERALQUELLEN

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FlugenteInTown … Mit Canon auf Fototour durch die Christkindlmärkte von Wien

[Anzeige*] Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint. Und ich bin auf der Suche nach dem Winter Wonderland. Mitten in Wien. Gott sei Dank liegt zumindest etwas Schnee, denn bei Winter Wonderland denke ich primär an eine tiefverschneite Gebirgsgegend. Los geht es mit einem guten Punsch auf dem zwischen dem Naturhistorischen und Kunsthistorischen Museum eingebetteten

Weihnachtsdorf am Maria-Theresien-Platz:

Zeitraum: 22.11. – 26.12.2017, anschließend Silvesterdorf (27.12. – 31.12.2017)

Erreichbarkeit: Straßenbahn D/1/2/46/49/71 sowie Bus 48A – jeweils Haltestelle Dr.-Karl-Renner Ring; U2 Museumsquartier; U2/U3 Volkstheater

Mehr Informationen zum Weihnachtsdorf am Maria-Theresien-Platz 

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FlugentenWellness: Entspannung im Einklang mit der Natur … im Rogner Bad Blumau

[Anzeige*] „Ich habe 100 Grad heißes Wasser und Sie sind Herr Hundertwasser – das kann kein Zufall sein, dass wir uns heute hier begegnen.“ Diese Worte richtete Baumeister Robert Rogner im Jahr 1992 an den Künstler Friedensreich Hundertwasser. Das Ergebnis dieses zufälligen Aufeinandertreffens kann man heute im oststeirischen Bad Blumau bestaunen, erleben und genießen. Bei der Gestaltung  der Thermenlandschaft hatte Herr Hundertwasser freie Hand und so finden sich hier viele seiner Grundsätze wieder. Gerade Linien waren Herrn Hundertwasser ein Graus  und so sind auch bei den Bauwerken der Thermenlandschaft kaum Ecken und Kanten zu finden. Unebene Böden, wellenförmige Fliesen und runde Fenster, bunte Fassaden, goldene Kuppeln, hügelig und begrünte Dächer – das ist die markante Architektur des Rogner Bad Blumau.

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FlugenteOnTour: Einmal quer durch Österreich … im Freilichtmuseum Stübing

[Anzeige*] Einmal quer durch Österreich und das an einem Tag – ja geht denn das? Ja, und ihr könnt das euch. Wie, das zeige ich heute in diesem Beitrag. Macht euch mit mir auf in die Steiermark und begleitet mich durch das Österreichische Freilichtmuseum Stübing.

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FlugentenAllerlei: Das war das Castlecamp 2017!

‚Castlecamp – what’s that?‘ wird sich wohl so mancher von euch fragen. Ja, was ist das Castlecamp?

Castlecamp – dahinter steckt

  • eine tolle Organisation – herzlichen Dank an Rainer Edlinger (Salzburgerland Tourismus GmbH) und sein Team für ihren Einsatz aber auch an die vielen Sponsoren, die den Besuch des Castle Camps für alle ermöglichen!

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FlugenteOnTour: Alles was Recht ist (NÖ. Landesausstellung 2017) + Gewinnspiel

[Anzeige]* „Stellen Sie sich vor, wir alle leben in einem kleinen Dorf im 12./13. Jahrhundert. Wir sind Bauern, Wirte, Knechte und Mägde. Und ja, einen Pfarrer gibt es auch in unserem Dorf. Er ist der einzige, der lesen und schreiben kann. Wer entscheidet, was rechtens ist?“ Gleich zu Beginn werden wir BesucherInnen der Niederösterreichischen Landesausstellung im Schloss Pöggstall zum Mitmachen, Fragen und Diskutieren animiert und meine Gruppe lässt sich das nicht zwei Mal sagen. Von allen Richtungen kommen die Antworten geschossen. Habt ihr eine Idee?

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