FlugenteOnTour: Goldegg am See – Bergluft schnuppern in Salzburg

Ein lauer Sommerabend im Juni 2015 … ich relaxe auf meinem Balkon und überfliege meine Mails … lauter Werbenachrichten … Herzlichen Glückwunsch … haben gewonnen. Moment, zurück! Ja, da stand es wirklich: ich hatte beim Jubiläums-Gewinnspiel des Vereins Schlosshotels & Herrenhäuser einen Aufenthalt im Hotel Der Seehof in Goldegg gewonnen *yabadabadoooo* Nach einem kleinen Freudentänzchen googelte ich los … wo liegt denn Goldegg, wie kommt man da hin, wie sieht das Hotel aus???

2,5 Monate später …

Nach nicht ganz 2,5 Stunden Autofahrt hatte ich Goldegg am See erreicht und war sofort von diesem verträumten 2500 Seelen-Örtchen im Salzburger Pongau auf 825 m Seehöhe verzaubert. Direkt am See gelegen, umgeben von einem tollen Bergpanorama, mit einem romantischen Schloss und ursprünglichen Häusern.

Auch das Hotel Der Seehof hat sich seinen dörflichen Charakter bewahrt – ein großer alter Hof, welcher im Inneren mit viel Liebe zum Detail Antiquitäten mit moderner Kunst verbindet. Kurz überlege ich, wo ich denn hier gelandet bin.  Nein, der Eingangsbereich ist keine Rezeption im klassischen Sinne sondern ein Sammelsurium an diversen Gegenständen und erinnert mehr an einen Trödlerladen als an ein Hotel. Nach einem kurzen Moment bin ich aber gefangen von der Gemütlichkeit des Hauses und freue mich noch mehr auf meinen bevorstehenden Aufenthalt. Nach einer herzlichen Begrüßung bin ich gespannt auf das Zimmer … und überrascht wie groß dieses ist. Auch hier findet sich ein bunter Mix aus strahlendweißen modernen Möbeln, bunter Wand und alten bemalten Bauernschränken. Einzig das kunterbunte Bad ist etwas klein geraten und hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen .. aber vielleicht macht das gerade den Charme des Hotels aus?! Dass es eben so wirkt, als würden hier nicht Gäste übernachten sondern dort tatsächlich jemand wohnen.

Kunst und Kultur werden in ganz Goldegg, insbesondere aber auch im Seehof groß geschrieben. Überall liegen und stehen literarische Werke und hängen Bilder von Künstlern. Auch Antiquitäten, Geweihe und außergewöhnliche Sitzmöbel begleiten einen beim Rundgang durch das Hotel. Für jemanden, der klassische Hotels bevorzugt, mag es überladen wirken – ich fand es aber toll, mal etwas anderes als die typischen Hotelgänge zu sehen.

Die höchste Kunst des Hauses findet man aber in der Küche oder besser gesagt auf den Tellern! Das Restaurant Hecht! r120 verwendet weitgehend (im Radius von 120 km) regionale Zutaten und zaubert damit fantastische Gerichte. Auf der Speisekarte steht eine Auswahl an Innereien (nicht probiert), aber auch jede Menge andere Gerichte, oder besser gesagt Zutaten sind zu finden. Denn es wird auf ein außergewöhnliches Konzept gesetzt: genannt werden nur die (Grund-)Zutaten wie zB Gries, Safran, Zwetschke, Ribisel. Wer nicht schon vorher ungeduldig den Kellner ausgefragt hat, kann ja raten … In diesem Falle war es ein Safran-Grießschmarrn mit einem Zwetschkenragout und einem Ribiseleis. Hättet ihr es erraten?

Dass im Seehof gut gekocht wird, hat sich schon herum gesprochen … zwei Hauben von Gault Millau, zahlreiche Nennungen in Fachzeitschriften – soviel Ehre hat natürlich ihren Preis und wird das Restaurant zum Schutze meines Bankkontos nicht mein Stammlokal werden. Wer aber mal in der Gegend ist sollte sich dieses Geschmackserlebnis nicht entgehen lassen und sich auf ungewöhnliche Kreationen freuen … ob Wallerbrot, Vogelbeerlimonade oder Maulbeerpaste … hier ist man nicht vor überraschenden Genussmomenten gefeilt. Und auch ich hoffe, dass es mich irgendwann mal wieder in den Seehof verschlägt – die Salzburger Nockerl haben schon nach mir gerufen 😉

Auch das Frühstück lässt Herzen höher schlagen: 10 verschiedene Marmeladesorten, frisch gebackenes Brot, spezielle Ei-Gerichte, frisch gepresster Saft, Obst, Kompott, Aufstriche und so weiter und so fort. Insbesondere bei schönem Wetter auf der Terrasse mit Blick auf den See  ist dann wohl jedes Genießerherz wunschlos glücklich. Ja, die Küche hat es mir angetan 🙂 Apropos Marmelade: direkt gegenüber des Hotels befindet sich ein kleiner Laden – Hofmark(t) 44. Dort kann man neben Marmeladen auch andere Fabrikate des Hotels kaufen.

Fast klingt es, als hätte ich das ganze Wochenende nur gegessen .. habe ich auch  😉 Fast. Dazwischen war ich allerdings auch Bootfahren am See (Schlüssel gibt’s bei der Rezeption), Wandern, Schaulustige bei einem Hochzeitsaufmarsch und gelesen habe ich natürlich auch (bei soviel Büchern kann man gar nicht anders *g*). Vor allem aber habe ich entspannt und den Charme von Goldegg und dem Seehof genossen.

Mehr Infos über Goldegg: http://www.goldeggamsee.at/

* Den Aufenthalt (Nächtigung und Frühstück) im Hotel Der Seehof Goldegg habe ich gewonnen. Vielen Dank an den Verein „Schlosshotels & Herrenhäuser“ für den tollen Preis! Alle sonstigen Leistungen wurden privat finanziert. Danke auch an das Hotel Der Seehof Goldegg für einen entspannten, genussintensiven Aufenthalt! Alle Meinungen sind meine eigenen.

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