FlugenteOnTour: Komm‘ mit mir nach Skopelos!

Bei einem Urlaub auf Skiathos bietet sich ein Inselhopping vor allem zu Skopelos an. Die Überfahrt dauert je nach Fähre und Ziel (Glossa oder Skiathos Stadt) ca. 30 bis 90 Minuten. Diese Gelegenheit konnte sich die Flugente natürlich nicht entgehen lassen und so ging es für einen 2-Tages-Trip auf die mit einer Fläche von 96 km² fast doppelt so große Nachbarinsel Skopelos. Heute verrate ich euch ein paar (Ausflugs-)Tipps für euren Insel-Trip nach Skopleos:

Agios Ioannis Sto Kastri (Ai Janni)

… 102, 103, 104. Nein, ich habe die Stufen nicht gezählt, aber mein Reiseführer behauptet das, und ich glaube es ihm. Sie sind eng, steil, schweißtreibend … und weltberühmt. Denn seit Meryl Streep im Musical-Film „Mamma Mia“ die in den Felsen gemeisselten Stufen laufend hocheilte, strömen jährlich zahlreiche Touristen zu diesem markanten Felsen nördlich von Glossa. Oben angekommen ist es mit dem Hollywood-Flair aber auch schon wieder vorbei. Statt der großen Kirche mit einer Kuppel steht in Wirklichkeit nur eine kleine Kapelle. Wer vergleichen mag: im Film ist die Kirche ab 1:19:46 zu sehen. Auf der Straßenkarte wird aber trotzdem mit dem Zusatz „Mamma Mia Chapel“ geworben. Anstelle der „Villa Donna“ befindet sich am Fuße des „rock of the sea“ leider nur ein Kioskstand mit – richtig! – „Mamma Mia“-Souvenirs. Nichtsdestotrotz ein sehenswertes Ausflugsziel mit einer schönen Aussicht, welches mangels Eintritt auch das Geldbörsel schont!

FlugentenTipp: Am unkompliziertesten erreicht man Agios Ioannis mit dem Mietauto über eine schmale und kurvige Straße; Parkplätze sind rar. Achtung, die Abbiegung zur Kirche etwas außerhalb von Glossa ist leicht zu übersehen. Ansonsten gelangt man mit Taxis oder im Rahmen von organisierten Ausflügen (zB mit Michalis Tours Mini Bus) zu diesem romantischen Drehort. Wer Glück hat, erhascht auch auf der Fähre von Skopelos Stadt nach Skiathos Stadt einen Blick auf den Felsen. Für den Aufstieg sollte man einigermaßen gut zu Fuß sein und am besten flaches, geschlossenes Schuhwerk tragen. Einen barrierefreien Weg nach oben gibt es nicht.

Auf dem Weg zurück nach Glossa kommt man bei der Kirche Panagia vorbei.

Glossa

Wer mit der Fähre Glossa ansteuert, kommt eigentlich in Loutraki an, aber bereits von Weitem lässt sich das am Hang liegende Glossa erkennen. Befinde ich mich noch auf einem öffentlichen Weg oder stapfe ich schon durch einen privaten Garten? In Glossa lässt man sich am besten einfach durch die verwinkelten Gassen treiben und vom Flair bezaubern.

In Loutraki gibt es direkt beim oder eigentlich schon am Meer eine Taverne … während die Betreiber Shrimps pulen oder das Muschelnetz aus dem Meer fischen, lässt man sich das Essen schmecken und den Blick in die Ferne schweifen.

Die Strände von Skopelos

Skopelos wäre ja keine griechische Insel, würde es nicht auch schöne Strände geben. Wenn es auch nicht so viele sind wie auf Skiathos und man feine Sandstrände auf Skopelos wohl vergeblich sucht, abkühlen kann man sich auch auf der zweitgrößten Insel der Sporaden. Insbesondere an der Südküste zwischen Glossa und Panormos reiht sich ein Strand an den nächsten. Der bekannteste ist vermutlich

Kastani

Ein To do-Ziel für alle Mamma Mia-Fans. Der Strand diente im Film mehrmals als Kulisse, u.a. wird dort der Polterabend mit dem Flossen-Tanz eingeläutet (ab 1:01:00). Den Steg gibt es heute nicht mehr und auch die Bar wurde durch eine neue ersetzt. Geblieben ist ein lauschiges Plätzchen mit Bar und glaskarem Wasser.

Ein wenig weiter östlich befindet sich die Bucht von

Panormos.

Etwas Abkühlung im Meer tat gut und so schnappte ich mir mein Schnorchelset. Erstmal war es ziemlich öde, aber dann entdeckte ich am linken Rand der Bucht doch ein paar Fische und leuchtend rote Tierchen. Wie ich später herausfand, handelte es sich dabei offenbar um Bart-Feuerborstenwürmer (auch Feuerwürmer genannt). Den Namen haben sie nicht umsonst: die Borsten können leicht abbrechen und enthalten ein giftiges Sekret. Eine Berührung verursacht einen über mehrere Tage anhaltenden brennenden Schmerz. Gott sei Dank war ich von ihrer roten Signalfarbe gewarnt …

Im Osten liegt etwas abgeschieden der Strand

Stafilos

Mit Glück lassen sich dort Robben und Delfine beobachten. Oberhalb vom Strand befindet sich ein griechisches Restaurant, welches neben einem tollen Ausblick auch schmackhafte Speisen kredenzt.

Metamorfoseus-Kloster (Metamórfosi tou Sotira)

Die schlichte weiß getünchte Außenfassade des aus dem 15./16. Jahrhundert stammenden Klosters lässt keinen derart wunderschönen Innenhof erwarten. Die kleine Kirche in der Mitte selbst ist verschlossen, wird aber auf Wunsch vom Mönch des Hauses gerne geöffnet. Wer eine geweihte Ikone als Souvenir mitnehmen möchte, wird im Klostershop fündig. (Öffnungszeiten: ca. April – November)

In der Nähe befindet sich das von Nonnen geführte Prodromou-Kloster (Moní Timiou Prodrómou).

Skopelos Stadt (Chora)

Weiß getünchte Häuser mit roten Dächern vor einer Bergkulisse – ein Ausflug nach Skopelos Stadt lohnt sich definitiv. Besonders schön fand ich den Spaziergang vom Kastro die Treppen hinunter zum Hafen, aber seht mal selbst:

Allgemeine FlugentenTipps zu Skopelos:

Skopelos verfügt über keinen eigenen Flughafen. Der am nächsten gelegene Flughafen ist jener von Skiathos. Möglich ist aber auch eine Anreise mit Fähren bzw. Tragflügelbooten u.a. aus Volos, Agios Constantinos, Skyros, Euböa oder Alonissos. Wer mit dem (Miet-)Auto anreist, sollte einen Platz auf der Fähre reservieren. Es gibt mehrere Reedereien, nicht jede fährt auch jeden Hafen an. Gute Erfahrung habe ich zB mit www.greekferries.gr gemacht, welche aber beispielsweise keine Verbindung zwischen Skopelos und Skyros anbietet. Zu beachten ist, dass es auf Skopelos je einen Hafen in Glossa und in Chora (Skopelos-Stadt) gibt, welche in entgegengesetzten Inselrichtungen liegen.

Auch wenn Skopelos um Einiges größer ist als Skiathos, würde ich auch künftig immer mehr Zeit auf Skiathos als auf Skopelos einplanen. Skiathos punktet mit traumhaften Sandstränden und insgesamt mehr Leben. Aber wenn man bereits auf Skiathos ist, lohnt sich ein Kurztrip nach Skopelos nicht zuletzt wegen der kurzen und häufigen Fährzeiten.

FlugentenParade: Foto-Highlights aus dem 2. Halbjahr 2017

Bevor ich so richtig in das Reisejahr 2018 starte, gibt es heute im Rahmen der Fotoparade von Michael vom Blog Erkunde die Welt noch einen kleinen fotografischen Rückblick auf die letzten Reisemomente. Zum 6. Mal hat er dazu aufgerufen, in den Fotos des letzten Halbjahres zu wühlen und zu den vorgegebenen Kategorien das jeweils beste Foto auszuwählen. Bei dieser Ausgabe der Fotoparade gibt es nur eine Pflichtkategorie („Schönstes Foto“). Darüber hinaus hat Michael zehn Kategorien zur freien Auswahl gestellt; mindestens fünf dieser Freien Kategorien müssen bedient werden. Nachdem Entscheidungen treffen nicht unbedingt zu meinen Stärken zählt, werde ich euch einfach zu jeder Kategorie ein Bild *ähm* zwei Bilder zeigen – außer in der Kategorie „Schönstes Foto“, da darf nur eines rein.

Die Kategorien
Landschaft

Einer meiner Lieblingsstrände auf Skiathos ist der Kastro Beach. Solltet ihr mal dort sein, wünsche ich euch genau das (wohl seltene) Glück, das ich hatte, nämlich den Kastro Beach vereinsamt zu erleben. Sonne, Strand und Meer – Urlauberherz, was willst du mehr? Dass ich an diesem Tag auch noch Geburtstag hatte, machte das Urlaubsglück perfekt.

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