Kultur, Natur und Genuss – pannonische Vielfalt beim Neusiedler See

[Werbung*] Ihr kennt das sicher. Ein Städtetrip steht an und überall wird mit der Städte-Card geworben. Diese kostet oft nicht wenig Geld und deshalb beginnt das große Rechnen. Rentiert sich der Erwerb einer solchen Karte? Ich musste für mich schon des Öfteren feststellten, dass es das nicht immer tut. Sie beinhaltet alle öffentlichen Verkehrsmitteln, aber die Sehenswürdigkeiten und das Hotel sind so zentral gelegen, dass ich eigentlich gar nicht in ein Öffi einsteigen muss. Die inkludierten Öffis kann ich gebrauchen, aber die wirklich teure Bergbahn ist nicht dabei und außerdem stellt sich heraus, dass nur 5 Fahrten von der Karte gedeckt sind. Es gibt eine satte Ermäßigung für die Museen, aber die Karte rentiert sich nur, wenn man auch wirklich mehrere davon besucht. Ihr seht schon – mein Verhältnis zu solchen Karten ist etwas ambivalent. Dementsprechend war ich schon gespannt, was man mit der Neusiedler See Card so alles erleben und sich v.a. auch sparen kann.

MEIN WOCHENENDE MIT DER NEUSIEDLER SEE CARD

Auf Zeitreise in ein Burgenland vor unserer Zeit – Dorfmuseum Mönchhof

Wie lebten die Hoadbauern am Neusiedler See? Das Dorfmuseum Mönchhof nimmt dich mit auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit. Rund 35 Gebäude und über 3000 Ausstellungsstücke wurden von Christine und Josef Haubenwallner aufgebaut und liebevoll dekoriert. Die Flugente mag ja Freilichtmuseen ganz besonders, weshalb ihr dazu noch einen eigenen Beitrag zu lesen bekommen werdet.

[Eintritt für BesitzerInnen der Neusiedler See Card gratis!] 

Und noch eine Zeitreise – Schloss Esterházy

Im Schloss Esterházy in der burgenländischen Hauptstadt Eisenstadt geht es ebenfalls auf Zeitreise. Die ursprünglich gotische Wasserburg aus dem 13. Jhdt., welche sich seit dem 17. Jhdt. im Eigentum der Familie Esterházy befand, wurde unter Fürst Paul von Esterházy zu einem barocken Schloss umgebaut.  Ende des 18. Jhdt. kamen dann klassizistische Elemente dazu – wer einmal rund um das Schloss spaziert, dem wird auffallen, dass die Vorder- und Rückseite des Schlosses unterschiedliche Stile haben.

In den Prunkräumen des Schlosses gibt es u.a. 250 Jahre altes mit chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten bemaltes Papier, aufwändige Blumentapeten und filigrane Holzschnitzereien zu sehen.

Neben dem Appartement der Fürstin werden auch die Dienstbotenzimmer gezeigt und Einblicke in die damals gewährten Sozialleistungen ermöglicht.

Der große, über 300 Jahre alte Festsaal heißt heute Haydn-Saal – der berühmte Komponist war 40 Jahre lang im Schloss tätig. Heute finden dort jede Menge Veranstaltungen für 600 Besucher statt.

[Schlossführung: € 11,– (keine Ermäßigung mit NSC-Card), aber: Haydn-Ticket (Glanzlichter des Schlosses + Ausstellung über Joseph Haydn; € 11,–) ist für NSC-Besitzer kostenlos]

Auf der anderen Seite des Schlosses liegt der nicht ganz so prächtige, aber auch schöne Empire-Saal, in welchem ich bei einer Sonntags-Matinee im Rahmen des „Herbstgold Festivals“ den fulminanten Klängen von Paul Gulda, Agnes Palmisano, Michael Dangl, Jelena Popržan, Paul Schuberth, Maria Fedotova und Margarethe Herbert im Stück „Jubel und Elend“ lauschen durfte. [Mehr Infos zum Herbstgold Festival 2019]

[Mit der Neusiedler See Card gab es 10 %-Ermäßigung auf Konzertkarten iRd Herbstgold Festivals 2018]

Im Einklang mit der Natur – mit dem Solarboot auf dem Neusiedler See und dem E-Bike rund um den See

Kaum mit dem Solarboot gestartet, entdeckten wir das Nest einer Beutelmeise, wenig später glitt ein Silberreiher über unser Boot. Später sahen wir auch noch zwei Bachstelzen. Das war es dann aber leider schon wieder mit der Tierparade. Aber Tierbeobachtungen in freier Natur sind eben kein Zoobesuch. Und dann musste ich noch erfahren, dass ich die einzige Flugente bin, weil es mich eigentlich gar nicht gibt. Brautenten, Löffelenten, Mandarinenten – nur keine Flugenten. Wenigstens kann ich eine Ähnlichkeit zu den Schnatterenten erkennen.

Begleitet von den ausführlichen Erzählungen unseres Guides Alois Lang über den Nationalpark Neusiedler See sowie dessen Flora und Fauna schipperten wir mit dem Solarboot über den Neusiedler See. Der Neusiedler See ist der größte See Österreichs, der westlichste Steppensee Europas und der zweitlängste zusammenhängende Schilfbestand Europas. Mit nur 1,5 m Tiefe ist er auch ziemlich flach. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten haben hier eine Heimat gefunden. Inklusive Schilfgürtel umfasst der See eine Fläche von 320 km², 4/5 davon gehören zu Österreich, der Rest zu Ungarn. Die Staatsgrenze verläuft mitten durch den See; ein paar heute vereinsamte Wachposten erinnern während der Bootsfahrt daran.

Nicht nur wir genießen die Weite des Sees – ein Kitesurfer spielt mit dem Wind und auch Segler nutzen das sommerliche Wetter. Dazwischen bringen die Fähren Besucher und deren Fahrräder über den See.

[Tour mit dem Solar-Boot: € 25,– p.P., mit NSC-Card: € 13,– pro Erwachsener. Darüber hinaus bietet der Nationalpark Neusiedler See ein umfangreiches Exkursionsprogramm an. Mit der NSC-Card gibt es für Erwachsene immer € 12,– Guthaben, dh je nach Exkursionspreis ist die Teilnahme kostenlos oder zumindest stark ermäßigt.]

Danach ging es noch auf einen Drahtesel. Meine E-Bike-Premiere stand an. Für mich war es nur ein kurzes Schnuppervergnügen. Insgesamt warten mehr als 40 Radwege mit insgesamt 1.000 km auf dich.

 

OB WEIN, OB BIER ODER AUF DEM TELLER – DIE PANNONISCHE VIELFALT SCHMECKT!
Eine Bierverkostung im Burgenland?

Als ich das Programm für das Wochenende erhielt, war ich etwas verblüfft. Eingeläutet wurde mein Neusiedler See-Trip nämlich mit einem Besuch der Privatbrauerei „Golser Bier“ und das im Weinland Burgenland. Hausherr Harald Sautner gab uns Einblicke in den Hausgebrauch des Bierbrauens. Golser Bier ist die einzige Brauerei im Burgenland und legt Wert darauf, nur natürliche Inhaltsstoffe zu verwenden. Anschließend durfte natürlich auch eine Bierverkostung nicht fehlen. Ich hielt mich raus – Bier ist nicht so meins. Aber es gibt ja auch noch andere Getränke im Hause „Golser Bier“. Den angebotenen Marillenlikör ließ ich mir schmecken und bei der Whiskeyprobe stellte ich positiv überrascht fest, dass sich das an sich typische rauchige Aroma der Whiskeys bei dieser Sorte in Grenzen hält – so mag ich Whiskey auch.

[Spartipp für NSC-Inhaber: ganzjährig kostenloser Eintritt (inkl. 1 Kostprobe). Bei mehr Kostproben ist ein Aufpreis zu bezahlen.]

Wein auf Bier, das rate ich dir – weinverkostung im weinkulturhaus gols

Aber was wäre eine Burgenland-Reise ohne Wein? Im Weinkulturhaus Gols kam ich in den Genuss einer wirklich spannenden von Andrea Seidl geleiteten Weinverkostung. Über 400 Weine von fast 100 Golser Winzern werden im Weinkulturhaus zum Verkauf angeboten. Da ist wohl für jeden Geschmack etwas dabei. Leider konnte ich aus tragetechnischen Gründen nur eine Flasche mit nach Hause nehmen.

Im Haus nebenan befindet sich im Übrigen das Erwin Moser Museum. Moser hat zahlreiche Kinderbücher herausgegeben und illustriert, welche in viele Sprachen übersetzt und in aller Welt veröffentlicht wurden. Wer länger Zeit hat, kann in einem der ausgelegten Bücher schmökern. Ich bin noch am Überlegen, welches der wunderbaren Plakate bei mir einziehen wird.

[Spartipp für Neusiedler See Card-InhaberInnen: freier Eintritt in Vinothek und Museum (statt € 2,–) inkl. 2 Kostproben (statt Saft: € 1,60 und Wein: € 2,–)]

Die Liebe zum Burgenland geht durch den Magen

Klein, aber fein. Maximal 70 Personen haben im Paradiso Pannonia Sandhöhe in Mönchhof Platz – einen wunderbaren Ausblick auf die Weinreben sowie auf moderne Gemälde, die sich an ehemaligen Weinetiketten orientieren, gibt’s gratis dazu. Donnerstags gibt es eine ganz besondere Spezialität: der Gast nimmt seinen eigenen Wein mit, Stopelgeld muss keines bezahlt werden. Bedingung ist aber, dass der Koch und der Chef des Hauses den Wein kosten dürfen – damit dann das Menü an den Wein angepasst werden kann.

Hunger nach einem Besuch im Schloss Esterházy? Dann lass es dir gegenüber im Restaurant Henrici schmecken … das Essen dort war purer Genuss!

Solltest du vorhaben, danach noch das Genussfestival Pan O‘ Gusto in der Orangerie des Schlossparks zu besuchen, heb‘ dir etwas Hunger auf, denn dort gibt es ein paar Köstlichkeiten zu probieren (nächster Termin: 14./15.09.2019).

ENTSPANNEN MIT BLICK IN DIE FERNE – RELAXEN IN DER ST. MARTINS THERME

Der Kopf raucht von den vielen kulturellen Eindrücken, die kulinarischen Genüsse haben den Bauch gefüllt. Jetzt heißt es entspannen. Und wo lässt es sich besser relaxen als in einer Therme? Thermen sind ja oft etwas für die kalten Tage. Die St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen aber ist Sommer wie Winter einen Besuch wert.

[Thermeneintritt Erwachsene: € 27,–; 3-Stunden-Karte: € 19,–
NSC-Ersparnis: bis 26.10.2018 20 % Ermäßigung auf den Thermeneintritt (exkl. Sauna), vom 27.10.2018 bis 28.2.2019 gibt es einmalig eine 3-Stunden-Karte gratis (exkl. Sauna) – also perfekt zum Schnuppern!]

Flugentenfazit zur Neusiedler See Card

Ein volles Programm an diesem Wochenende – viel gesehen, viel gehört und viel gegessen. Kommen wir zur Abrechnung – was hätte mir die Karte gebracht, wenn ich alles selber bezahlen hätte müssen?

 Preis ohne NSCPreis mit NSCErsparnis
Dorfmuseum Mönchhof9,--0,--9,--
Schloss Esterházy 11,-- Schlossführung

Schlossführung 12,--
Aber: Haydn-Ticket 0,-- (beinhaltet auch die "Glanzlichter des Schlosses")
Schlossführung 0,--
Haydn-Ticket 11,--
Konzert im Rahmen des Herbstgold 2018-Festivals
Preis unbekannt, aber mein Sitzplatz bei der Sonntags-Matinee 2019: 93,--10 % Ermäßigung auf Konzertkarte, dh 83,709,30
Tour mit dem Solarboot (Nationalpark Neusieder See)25,--Rabatt von 12,-- auf Exkursionen, dh 13,--12,--
Golser Bier8,90 (inkl. 1 Kostprobe)0,-- (inkl. 1 Kostprobe)
Aufpreis bei mehr Kostproben.
8,90
Weinkulturhaus Gols & Erwin Moser Museum2,-- Eintritt
2,-- für 2 Weinproben
0,-- (inkl. 2 Kostproben)4,--
St. Martins Therme3-Stunden-Karte: 19,--20 % Ermäßigung auf Thermeneintritt (exkl. Sauna)
3,80

Rein nüchtern betrachtet hatte ich an diesem Wochenende mit der Neusiedler See Card eine Gesamtersparnis von € 58,–.**

Und das Beste kommt zum Schluss: wenn du in einem der 750 Partnerbetriebe der Neusiedler See Card übernachtest, bekommst du die Neusiedler See Card kostenlos, die für die Dauer deines gesamten Aufenthalts gültig ist. Es zahlt sich also aus, sich die Neusiedler See Card zu organisieren und überall vorzuweisen – denn jede Ermäßigung ist ein Gewinn für die Reisekasse! Mehr Infos zur Neusiedler See Card

Apropos Übernachtung: ich habe in einem gemütlichen Appartement des Hoteldorf Seepark Weiden genächtigt, welches ich nur empfehlen kann. Direkt am Wasser gelegen mit Verpflegungsmöglichkeiten, wenn die Apartmentküche kalt bleiben soll. Bei strahlendem Wetter auf der Terrasse mit Blick auf den Bootshafen frühstücken – gibt es etwas Schöneres?

Die Flugente war dieses Mal in charmanter Begleitung von Gudrun (reisebloggerin.at), Maria (kofferpacken.at), Franz (reiseblogger.at), Angelika (wiederunterwegs.com), Anita (anitaaufreisen.at), Franziska (1000travelstories.com), Martina und Bert (franzlsontour.com) sowie unserem Guide Andreas.

*Ich wurde im Rahmen einer Bloggerreise von der Neusiedler See Tourismus GmbH eingeladen, die Gegend rund um den Neusiedler See zu erkunden und die Neusiedler See Card zu testen. Vielen Dank! Wie immer schnattert die Flugente trotzdem frei von der Leber weg …

**Berechnungsbasis: Preise in Euro pro Erwachsener, Annahmen laut Tabelle. Besuchte Unternehmen ohne NSC-Vorteil nicht gelistet. Vorteile lt. Neusiedler See Card-Broschüre (01.03.18 – 28.02.19).

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2 thoughts on “Kultur, Natur und Genuss – pannonische Vielfalt beim Neusiedler See

    • Ja, da kommt ganz schön was zusammen .. auch Kleinvieh macht bekanntlich Mist ;-) Die Neusiedler See Card schont definitiv das Geldbörserl.

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