Kuredu Resort & Spa – willkommen auf den Malediven

*) Gerade einmal 370 x 1500 m misst die Malediven-Insel Kuredu Island im Lhaviyani Atoll. Verirren geht hier nicht, aber perfekt ausspannen. Kommt mit ins Paradies!

Nach einem Aufenthalt auf Chaaya Island Dhonveli standen fünf Jahre später die Malediven zum 2. Mal auf meinem Urlaubsprogramm. Von München aus ging die Reise über Abu Dhabi nach Malé. Ethihad Airways kann ich übrigens sehr empfehlen: tolles Service, viel Beinfreiheit (nicht, dass ich das bei meiner Größe unbedingt brauchen würde) und ein angenehmer Flug. Einzig beim Heimflug habe ich ziemlich gefroren – ob sie uns damit schon an die heimatlichen Herbst-Temperaturen akklimatisieren wollten? Nach insgesamt 10 Stunden Flugzeit landeten wir sicher auf der Flughafeninsel Hulhule Island .. und ich war bitter enttäuscht: das Wetter machte dort weiter, wo es vor fünf Jahren aufgehört hatte :-(

Bevor das hier aber in einen Smalltalk über das Wetter ausartet, gibt es – mit einem Augenzwinkern – für euch

13 Fakten und Tipps über die Malediven und das Kuredu Island Resort & Spa

Fact 1: Wasserflieger reagieren allergisch auf zu viel Wasser von oben

Sie bleiben dann standhaft am Boden (okay, doch wieder über das Wetter geredet *tschuldige*). Aber da half alles Raunzen nicht. Nach einem planlosen Herumstehen am Flughafen folgte eine Zwangs-Einquartierung in einem Hotel in der Hauptstadt Malé mit übel riechenden Zimmern – Gott sei Dank nur für eine Nacht. Wem das auch so passiert: macht aus der Not eine Tugend und seht euch in Malé um. Okay, Malé ist mit 5,8 km2 die kleinste Hauptstadt der Welt und daher schnell erkundet – nona, bei 5,8 km2 ;-) Sie lohnt sich aber trotzdem, weil sie abseits der Touristeninseln einen kleinen Einblick in den maledivischen Alltag ermöglicht. Insbesondere ein Besuch der Freitagsmoschee (außerhalb der Gebetszeiten – barfuß und entsprechend eingekleidet – möglich) ist beeindruckend und auch auf dem Fisch- sowie Obst- und Gemüsemarkt lernt man etwas das Leben der Einheimischen kennen.

Wenn die Wasserflieger aber dann mal starten, dann unbedingt einen Fensterplatz sichern und während des ca.  35 Minuten dauernden Fluges den Ausblick über die Inseln genießen – also, ich hätte meine Auswandererinsel schon gefunden ;-)

Fact 2: Englisch ist für die Malediver no Problem, Alkohol aber schon

Die Malediver reden durchwegs perfektes Englisch – neben dem Linksverkehr und dem Parlament ein Überbleibsel aus der Zeit als britische Kolonie. Heute sind die Malediven eine eigenständige Republik. Der Islam ist die Religion auf den Malediven und so gibt es auf Malé und den Einheimischen-Inseln kein Schweinefleisch und keinen Alkohol zu kaufen – beides darf auch nicht eingeführt werden. Also Achtung beim Packen: statt dem Verdauungsschnapserl besser eine Packung Imodium mitnehmen ;-)

Fact 3: Maldivische Mosquitos sind nicht schüchtern

Maldivische Mosquitos lieben österreichisches Blut und können gar nicht genug davon bekommen – Nobite oder der im Resort erhältliche Insektenspray können diese kleinen Vampire nicht von ihrem Vorhaben abhalten. Nehmt alle verfügbaren Insektenabwehrmittel mit – ihr werdet sie brauchen. Ach ja, vielleicht kann mir jemand sagen, ob man mit Insektenstecker im Kampf gegen die Mosquitos erfolgreicher ist.

Fact 4: Arbeiten wo andere Urlaub machen – ein Blick hinter die Kulissen auf Kuredu Island

Wer schon immer mal einen Blick hinter die Kulissen eines maledivischen Hotel-Resorts werfen und wissen wollte, wie so eine Insel zu Strom, Trinkwasser und Benzin kommt: auf Kuredu Island gibt es die Möglichkeit dazu. Leider waren die Touren schon ausgebucht, aber dank eines sehr netten Island-Host-Teams durften wir dann doch etwas ins „Team Village“ hineinschnuppern. Dort leben und arbeiten fast 800 MitarbeiterInnen aus 14 Nationen – das „Team Village“ ist quasi die Basis des ganzen Kuredu-Universums! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das Organisieren der Besichtigung an Charles und Mohamed!

Fact 5: Auf Kuredu Island brauchst du keine Schuhe

Ladies, lasst eure Schuhsammlung zu Hause – die werdet ihr nicht brauchen. Bei Kuredu Island handelt es sich um eine Barfußinsel – auf der gesamten Insel kommt man daher auf Wunsch kostenlos in den Genuss eines mal feineren, mal gröberen Sand-Fußpeelings. Und Männer: keine Panik! Es besteht keine Gefahr, dass eure Frauen in einen Schuh-Shoppingrausch verfallen! Auf Kuredu kann man nämlich keine Schuhe kaufen – außer a paar Flossen, Wasserpatscherl und Flip-Flops, aber die zählen für uns Frauen nicht wirklich als Schuhe, oder?

Fact 6: Im Kuredu Island Resort bist du keine Nummer

Service wird im Kuredu Resort ganz groß geschrieben. Wundert euch nicht, wenn ihr am 2. Tag im Restaurant mit Namen angesprochen werdet und es beim Servicepersonal bereits bei Nennung der Zimmernummer nach Geburtstag, Zimmerwechsel oder eben dem Namen klingelt. Jeder Gast wird im Übrigen nach der Ankunft mit dem Wasserflieger von einem Begrüßungskomitee mit einem Händeschütteln begrüßt und von einer Trommel-Beach-Combo empfangen – man fühlt sich sofort willkommen. Überhaupt sind mir nur freundliche Einheimische aufgefallen, ob in Malé oder auf Kuredu Island – alle waren total nett und hilfsbereit ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Apropos Geburtstag: für Jubilare aller Art und jeden Alters hält das Resort ein paar Überraschungen parat! Die werden aber hier nicht verraten, sonst wären es ja keine Überraschungen mehr ;-)

Fact 7: Im Indischen Ozean schwimmst du nicht alleine

Schöne Grüße von Frau Wasserschildkröte, Napoleon, Herrn Flughund, Mister Langnasendoktorfisch, den Familien Gecko, Hasen, Delfinen, Stachelrochen und (Mini-)Haien, den vielen Fischen und der ganzen Vogelschar! Die habe ich dort alle getroffen. Auch Nemo war dabei. Wer sie ebenfalls sehen und mit ihnen ein Fotoshooting machen will: eine Schnorchelausrüstung (kann auch vor Ort gegen Gebühr ausgeliehen werden), Sonnenmilch mit hohem Faktor, ein UV-Shirt sowie eine Unterwasserkamera können dabei nützlich sein.

Beim Schnorcheln fühlt man sich manchmal wie ein übergroßer Fisch in einem Aquarium. Die Freude über diese Nahebegegnungen mit den Tieren wird leider etwas durch den Umstand getrübt, dass das ohne Boot erreichbare Riff nicht so farbenprächtig ist. Aber es werden einige Schnorchel- und Tauchtrips angeboten und ich denke, bei diesen bekommt man auch bunte Riffs zu sehen.

Wer noch keinen Plan hat, wie er den Schnorchel richtig platzieren soll oder sonstige Tipps für das erste Schnorchelabenteuer haben möchte: es gibt die Möglichkeit zu einer Gratis-Schnorcheleinführung und einer Gratis-Windsurfeinführung und einer Gratis-Golfeinführung und so weiter und so fort. Ich war dieses Mal faul und habe während meiner kurzen Zeit vor Ort diese und alle anderen Angebote nicht genützt! Wobei die Schnorcheleinführung vielleicht nicht geschadet hätte. So hätte ich bei meiner Begegnung mit der Wasserschildkröte wahrscheinlich daran gedacht, dass es nicht so gut ist, beim Schnorcheln den Mund aufzumachen vor lauter Freude über dieses Treffen *kutzkutz* Naja, jedenfalls kann ich jetzt bestätigen, dass es sich dort um Salzwasser handelt.

Fact 8: Auch duschen gehst du nicht alleine …

Manche Tiere sind wohl an die Touristen gewöhnt und kommen einem manchmal gaaaanz naaaaaaah. Insbesondere Familie Gecko zeigt keine Scheu. So kann es schon einmal vorkommen, dass der Sohnemann einen bei der Dusche beobachtet und Vater Gecko das Zimmer bewacht. Keine Panik! Sie sind harmlos – man sollte nur seine Brillen sorgsam verwahren, sonst sind die am nächsten Morgen vielleicht angeknappert! Vielleicht liege ich falsch, aber die Geckos zählen definitiv zu meinen Hauptverdächtigen …. Habe ich schon die Mosquitos erwähnt?

Fact 9: Unromantische Menschen müssen auf den Malediven ganz stark sein

Jeder Gast hat einmal pro Aufenthalt die Möglichkeit, an einem Sunset-Cruise teilzunehmen. Abend für Abend laufen dann die Ausflugsboote aus und man kann bei entsprechendem Wetterglück einen traumhaften Sonnenuntergang genießen. Danach werden noch ein paar Delfine aufgespürt und be-ah-t und be-oh-t. Wem das zu romantisch ist – keine Panik, niemand wird gezwungen und kann ja währenddessen die Cocktailkarte der Bars durchgekostet werden;-) Und wer es doch noch etwas romantischer möchte: auf Wunsch kann mann/frau (gegen entsprechendes Kleingeld) eine Nacht Robinson Crusoe spielen und zu zweit auf einer einsamen Insel übernachten. Vielleicht mag mir mal jemand davon berichten ;-)

Fact 10: Auf Kuredu Island musst du kein Honeymooner sein

Die Malediven zählen bekanntlich zu den Flitterwochen-Traumzielen schlechthin. Zumindest auf Kuredu Island hatte ich aber nicht das Gefühl, als Nicht-Honeymooner die Atmosphäre zu stören. Im Gegenteil, dort urlaubt ein bunt gemischtes Publikum – Familien mit Kinder, Mutter mit Tochter, Pärchen jeden Alters, Freunde, Geschwister und eben die Honeymooner sind zu finden. Von den Nationen geht es ebenfalls quer durch den Gemüsegarten, wobei die Mehrheit zwischenzeitlich aus Deutschland anreist. Auch das Management ist in deutscher Hand, also nicht wundern, wenn ihr auf den Hinweisschildern vieles auch in Deutsch angeschrieben findet.

Fact 11: Herz oder Budget, wer gewinnt bei der Auswahl des Zimmers?

Wer im Kuredu Resort einchecken will, hat die Qual der Wahl zwischen 7 Zimmerkategorien – von den luxuriösen Sulthan Pool Villas mit eigenem Pool über die traumhaften Sangu Water Villas bis hin zu den Bonthi Garden Bungalows. Von mir zwar scherzhaft Holzklasse genannt, aber die Gartenbungalows sind in einem Top-Zustand, verströmen etwas Dschungelflair und der Flughund macht seine Start-/Landeübungen direkt vor der eigenen Haus-Balkontüre. Herz, was willst du mehr? Outdoorbad und –toilette gibt es in den anderen Unterkünften zum Teil zwar auch, im Gartenbungalow ist es aber – wie soll ich es sagen – etwas ursprünglicher. Aber an die bei Schlechtwetter abgeregnete Klobrille und die abends im Badezimmer herumtummelnden Ameisen gewöhnt man sich ;-) und genießt dafür die Sonne bei der morgendlichen Dusche umso mehr. Ein kleines Manko gibt es bei den Gartenbungalows: man hat keine eigenen Strandliegen, außer man zieht die eigenen Gartenliegen täglich hin und her (was aber niemand macht, zumindest habe ich niemanden dabei erwischt). Aber der für die Gartenbungalows zur Verfügung stehende Pool liegt direkt am Strand und so hat man von den Poolliegen aus den herbeigesehnten wunderbaren Ausblick auf das Meer. Für die letzte Nacht gab es noch eine kleine Überraschung: ein Upgrade in eine Koamas Beach Villa :-)

Fact 12: Auf Kuredu Island solltest du nicht gerade auf Diät sein – kulinarische Genüsse sind garantiert

Auch der Gaumen wird verwöhnt – je nach Zimmerkategorie wird man einem Restaurant zugeordnet (ja, man trägt da so bunte Bändchen am Arm;-)), wobei angeblich in allen das gleiche Essen bereit steht. Es gibt eine große Auswahl an Speisen und alles Gekostete kann ich uneingeschränkt empfehlen und für Abwechslung ist gesorgt. Auch das Motto ‚peel it, cook it or leave it‘ kann man getrost vergessen. Ob roher Fisch, Eierspeise, Eis oder Salat – ich habe nie Bedenken gehabt und auch alles ohne Probleme überstanden! 2 kg mehr Personengepäck sprechen für eine ausgezeichnete Küche, findet ihr nicht? ;-) Wer es nicht so gut verträgt, dem sei zu seiner Beruhigung verraten, dass es auf der Insel eine kleine Arztpraxis gibt.

Fact 13: Kuredu Island bietet mehr Aktivitäten als Gehwege

Fad kann einem auf Kuredu Island nicht werden. Ob Tennis oder Badminton spielen, Wuzeln, Golfen, Schnorcheln, Tauchen, Tischtennis, Ausflüge machen, Cocktail trinken, Lesen, Sandburgen bauen, Krabben beobachten, bei Ebbe ewig auf der Sandbank spazierengehen, Shoppen (ja, a paar Geschäfte gibt es schon …), Freiluftkino, Sunset Cruise, Füße in den weißen Sand buddeln, Muscheln sammeln und wieder hinlegen, im türkisen Wasser plantschen, auf der Liege dösen, (Halloween-)Party feiern und sich über schräge Kostüme amüsieren, Tauchervideo anschauen und von einem eigenen Tauchgang träumen, Fußball spielen, von einem ca. 12jährigen zum Tanzen aufgefordert werden und genau das machen, braun gebrannte Langzeiturlauber beneiden und selber Sonnenbrand kriegen, Wasserflieger beobachten, gerne Maldivian-Airline-Captain oder Hotelchef sein wollen, der Beach-Trommel-Combo lauschen, als All inklusive Gast ausgiebigst schlemmen um dann mal eine Mahlzeit auszulassen um nicht zu platzen, Fotos en masse schießen oder einfach herumschlendern und die Ruhe genießen … es gibt viele Möglichkeiten, die Zeit auf der zweitgrößten Insel der Malediven zu verbringen! Jeder auf seine Weise und wie er gerne mag. Eines verbindet aber wohl bei der Heimreise alle Gäste: das Gefühl, einen wahrhaft paradiesischen Urlaub erlebt zu haben!

 

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Die Reise selbst war nicht beauftragt und wurde zur Gänze privat finanziert.

 

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